Blick aus dem Fenster

Lofoten (Norwegen)

Lofoten ist naturtechnisch sicherlich eines der aufregendsten Gebiete in Europa. Mit seinen etlichen Fjords und Bergen ist man inmitten der Natur. Wer Ruhe sucht, wird hier ziemlich auf seine Kosten kommen. In der Kategorie Natur gehören die Lofoten neben Island und Vietnam zu meinen Favoriten. Die Lofoten-Reise ist einer der Nordlicht-Reisen, die ich gemeinsam mit Freunden unternommen habe. Wir haben uns in der Nähe von Evenes und Reine Unterkünfte gemietet und sind mit dem Auto durch die Landschaft gefahren, um die Natur und die Polarlichter zu genießen.

Lofoten vs. Tromso

2016 waren wir in Tromso. Wer die Wahl hat zwischen Tromso und den Lofoten sollte sich für die Lofoten entscheiden. Für Polarlichter ist Tromso meiner Meinung nach nicht besonders geeignet, da überall Straßenlichter sind und es kaum Spots der absoluten Dunkelheit gibt. Und auch Naturfreunden werden die Lofoten mehr bieten als Tromso. Besonders die Gegend um Kongsvika fand ich am interessantesten.

Allgemeines über Norwegen

Norwegen gehört sicherlich nicht zu den dicht besiedeltesten Ländern. Mit 5 Milionen Einwohnern hat es gerade mal ein Drittel der Einwohner von Istanbul. Seitdem deie Norwegische Regierung einen Staats-Fond aus den Öleinnahmen eingerichtet hat, ist jeder Norweger auch Kronen-Millionär. Norwegen ist laut UN das Land mit der höchsten Lebensqualität. Das merkt man vor Ort dann auch. Es gibt keine Hektik und Stresssituationen. Die Natur leistet ihren Beitrag dazu, das Bildungssystem und die wirtschaftliche Stärke. Die Haupteinnahmen erfolgen aus Fischerei, Ölproduktion und Tourismus. Der Vermieter in Tromso erklärte damals, dass sein Sohn drei Monate im Jahr als Fischer durcharbeitet und den Rest des Jahres in Spanien verbringt.

Anreise

Die Lofoten sind eine Art Halbinsel, die sich ziemlich nördlich befindet. Die Anreise erfolgte per Inlandsflug über Oslo zum Flughaven Harstad/Narvik bei Evenes. Im Sommer gibt es auch die Möglichkeit, Flughäfen auf dem Land anzufliegen und mit der Fähre zu fahren. Auf den Lofoten selbst gibt es zwei kleinere Flughäfen, die jedoch nicht ganz so oft angeflogen werden.

Reine

Die bekannteste Stadt auf den Lofoten ist sicherlich Reine. Hierzu gibt es etliche idyllische Fotos mit den Norwegen typischen roten Häusern. Eigentlich ist Reine auch keine Stadt. Es bietet die Möglichkeit, Nahrungsmittel zu kaufen und einige wenige Restaurants. Hier, so ziemlich am Ende der Welt haben Begriffe wie Stadt, Supermarkt und Restaurant eine andere Dimension als uns gewöhnlich vorschwebt 🙂

Verpflegung

In Norwegen wird naturgemäß hauptsächlich Fisch gegessen. Wer unterwegs ist, sollte immer Proviant mitnehmen und sich vorab informieren, wo es Restaurants gibt. Wie auch in Island gibt es nicht besonders viele Möglichkeiten, auswärts zu essen.

Erster Aufenthalt ()

03.10.2018 / SAW – OSL / Pegasus
03.10.2018 / OSL – EVE / SAS
10.10.2018 / EVE – OSL / SAS
10.10.2018 / OSL – SAW / Pegasus

Unterkunft:
Rulten Lodge, Sildpollen, Nordland (schwer zu finden, dennoch empfehlenswert)
Dragon Ville, Postboks 118, 8398 Reine (empfehlenswert)


Belgien

Greta und Waffeln

Belgien gehört zu den Ländern, die ich mehrmals besucht habe. Das liegt zum einen an der Nähe zu meinem ehemaligen Wohnort Köln und zum anderen an den leckeren Waffeln. Greta würde mich nun sicherlich mindestens böse anschauen, aber das stimmt. Ich bin nach Brüssel geflogen, um Waffeln zu essen.

Belgien

In Brüssel bin ich auf eine kleine Ausstellung gestoßen. Dort wurden mittels Karikaturen der politischen Zustand des Landes beschrieben. Es ging hauptsächlich um innerpolitische Unterschiede zwischen dem französisch sprechenden Teil und dem flämisch sprechenden Teil des Landes. Manche verweigern in Antwerpen die Auskunft auf französisch. In Brüssel habe man ohne Flämisch sogar kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Jeder Teil des Landes hat seine eigene Regierung, die für sich selbst bestimmt. Es hat den Anschein, ein föderalistisches Land zu sein, doch gibt es keine gemeinsame Regierung. So ist dieses Land nur bei der EM/WM als ganzes zu sehen, sonst ist es eher ein Nebeneinander mehrerer Regionen.

Kulturelles

Obwohl Belgien ein Nachbarstaat Deutschlands ist, wissen wir kaum was über dieses kleine Land. Außer wenigen politischen Themen ist es die graue Maus in Europa. Vielleicht bin ich deswegen positiv überrascht gewesen. Die französischsprachige Hauptstadt Brüssel mit knapp 180.000 Einwohnern hat einen sehr hohen Ausländeranteil und ist daher ein Melting-Pot. Sie ist sicherlich nicht die schönste stadt in Belgien, bietet aber ungemein viel kulturelle Freizeitaktivitäten kutureller Natur. Internationale Schauspiele, Theater, Konzerte sind hier an der Tagesordnung. Hauptattraktion in Brüssel ist natürlich der Grand Place, an dem Reihenhäuser nach typisch belgischer Architektur stehen.

Verkehrsmittel

Zug fahren gestaltet sich auf Grund der ständigen Gleisänderungen und Verspätungen etwas umständlich. Eigentlich stehe ich auf Kriegsfuß mit der Zuggesellschaft. Ich hatte beinahe meinen Flug ab Köln verpasst, weil der Zug 20 minuten kurz vor dem Bahnhof Brüssel gehalten hat. Das erforderte ziemlich viel Organisation, aber ich habe den Flug noch erreicht. Was ich aber nicht erreicht habe, war bei einem anderen Aufenthalt der ICE nach Köln. Ich war aus Antwerpen angereist und habe den Bahnhof Gare du Nord verpasst. Ich habe zwar nicht geschlafen, aber die Station sieht aus dem Zug aus wie eine Dorfstation. Dennoch empfehle ich es, mit dem Zug zu verreisen, weil die Fahrten nicht lange dauern, es günstig ist und die Schaffner aussehen wie aus Tim und Struppi. Ein Auto braucht man als Tourist in Belgien daher nicht wirklich.

Gent und Brügge

Ansonsten gehört Brüssel sicher nicht zu meinen Lieblingsstädten, im Gegenteil, ich denke, 2 Tage sind hier mehr als ausreichend. Was mir aber sehr gut gefällt ist Brügge und Gent. Diese beiden Städte sollte man sich unbedingt angeschaut haben. Beide Städte bieten eine mittelalterliche Innenstadt mit vielen lohnenswerten Gassen.

Antwerpen

Antwerpen ist ein Muss für jeden, der Belgien besucht. Mit dem Zug ab Brüssel einfach zu erreichen, kann man hier kilometerlang am Fluss “Die Schelde” spazieren gehen. Schon die Ankunft am wunderschönen Hauptbahnhof lässt einen staunen. Auf dem Weg ins Stadtzentrum kommt man an vielen jüdischen Diamanthändlern vorbei. Dabei trifft man natürlich auf viele traditionell gekleidete Juden auf Fahrrädern und Frauen mit Toupet. Im Gegensatz zu Brüssel ist hier jedoch alles etwas gehobener. Brüssel zu Antwerpen verhält sich hier wie Köln zu Düsseldorf. Ich vergleiche Brüssel immer mit Köln. Ich denke, die beiden Städte haben kulturell und vom Lebensstil sehr viel gemeinsam.

Speisen

In Belgien sollte man sich natürlich Waffeln nicht entgehen lassen. Weitere Spezialitäten sind Pommes und Schokolade. Wobei Waffeln nach Lütticher Art meine absoluten Favoriten sind. Daher habe ich mir auch nach dem Belgien-Aufenthalt ein Waffeleisen angeschafft.

Flug:

IST – BRU 16.03.2019


Russland

Visum

Russland hatte ich bereits seit einigen Jahren auf der Liste. Hat sich jedoch immer irgendwie nie ergeben. Dieses Jahr habe ich mich fest dazu entschlossen und sehr früh Flugtickets gebucht. Wenige Tage vor dem Abflug wurde ich auf das Thema Visum aufmerksam gemacht. Ich neige dazu, das Visum zu vernachlässigen, da man das sonst eher selten benötigt. Das Verfahren ist relativ komplex. Mit einem Antrag ist es leider nicht getan. Man muss den Flug gebucht und das Hotel reserviert haben. Dazu muss man eine Auslandskrankenversicherung vorlegen, ehe man ein Visum beantragt. Online muss man dann einen Antrag mit allen Details ausfüllen. Zusätzlich dazu muss man sich einen Voucher von Seiten eines Reisebüros einholen. All das kostet dann über 100 Dollar. Da hatte ich schon ehrlich gesagt bereut, dass ich die Flüge nach Russland bereits gebucht hatte, aber im Nachhinein hat sich der Aufwand gelohnt.

Klima

Das Zeitfenster für Moskau und Sankt Petersburg ist extrem kurz, da das doch insgesamt sehr kalt werden kann. Sogar die Sommer sind eher mild. So kam es dann auch, dass ich mich mitten im August erkältet habe. Am Morgen und am Abend benötigt man etwas Langärmiges. Tagsüber ist es warm, aber auf Grund des leichten Windes, der kühl ist, ist man ständig im Wechselbad zwischen warm und kalt.

Anreise

Meine Reise nach Russland begann mit einem Gewitter über Istanbul. Wir mussten knapp 1 Stunde im Flieger warten, bis der Regen und der Sturm sich etwas gelegt hatten. Über der Stadt war der Regen so heftig, dass viele Straßen und Geschäfte komplett unter Wasser standen.

Vom Flughafen LED in Sankt Petersburg muss man mit einem stark frequentierten Bus bis zur Metro fahren. Das dauert knapp 30 Minuten.

Von Sankt Petersburg ins 700 km entfernte Moskau kommt man mit dem Hochgeschwindigkeitszug namens Sapsan. Das ist baugleich mit dem ICE. Die Fahrt ist sehr bequem, dauert knapp 4 Stunden und kostete mich 60€. Das Ticket sollte man sich vorab im Internet holen.

In Moskau sollte man sich eine Troika-Karte für die Metro kaufen. Kostet 100 Rubel (1.50€) Pfand, jede Fahrt kostet dann nur noch 38 Rubel (60 Cent). Ein Umsteigen ist kostenlos. Zum Flughafen VKO kommt man am besten mit dem Taxi (Uber, Yandex, Taxi) und kostet zwischen 800 und 1200 Rubel (10 bis 18€).

Sankt Petersburg

Sankt Petersburg, bekannt mit seinen so genannten Weißen Nächten, ist die Perle Russlands. Weiße Nächte sind Nächte, an denen die Sonne gar nicht bis kaum untergeht. Die Nacht ist dann heller als sonst. Natürlich ist das ein Spektakel, doch sollte man sich den Aufenthalt um Juni herum gut überlegen, da man unter Umständen keinen Schlaf findet wegen der Helligkeit.

Die Stadt verzückt durch Prachtbauten und ist dennoch modern. Es ist nicht überlaufen von Touristen und ist mit 5 mio. Einwohnern auch nicht so groß wie Moskau. Ich war in beiden Städten von der Einwohnerzahl überrascht, da beide nicht überfüllt, bzw. dicht besiedelt erscheinen.

Um ehrlich zu sein, etwas hat mir in Sankt Petersburg gefehlt. Es ist wirklich schick anzusehen und es gibt etliche kulturelle Möglichkeiten, das Land kennenzulernen, aber die Stadt hat mich nicht umgehauen. Vielleicht war meine Erwartungshaltung zu hoch, weil jeder davon schwärmt.

Dennoch ist Sankt Petersburg einen Besuch wert. 4 Tage mit An- und Abreise scheinen mir als genug. Die Ermitage ist natürlich ein Muss. Das Museum ist extrem groß und eher komplex, so dass ein Im-Kreis-Laufen nicht so ohne weiteres möglich ist. Das Zentrum ist auch interessant. Bootstouren kann man überall buchen und sind sicherlich eine Möglichkeit, die zweitgrößte Stadt Russlands zu erkundigen. Abends lädt sie zu einem entspannten Spaziergang an den etlichen Flüssen und Kanälen ein.

Moskau

Im Gegensatz zu Sankt Petersburg hatte ich von Moskau überhaupt keine Vorstellungen gemacht. Vielleicht hat mir die Stadt deswegen so gefallen. Auf jeden Fall habe ich dort das gefunden, was mir zuvor in Sankt Petersburg gefehlt hatte. Allein die Zahl der Metro-Fahrer in Moskau hat mich in Staunen versetzt. Knapp 2.5 Miliarden Menschen nutzen diese pro Jahr. Wie in Sankt Petersburg gibt es auch in Moskau etliche gute Straßenmusiker. Ich finde die Atmosphäre toll, wenn Straßenmusiker relaxte Musik spielen.

Moskau ist mit 12 mio. Einwohnern die Hauptstadt Russlands. Etliche schöne Bauten verzieren vor allem die Innenstadt. Wenn man 10 km raus fährt, sieht man die bekannten Plattenbauten. Es ist immer erstaunlich, welchen Wandel ein Land machen kann. Dieses Phänomen haben wir auch in der Türkei. Alte Häuser sind der Schönheit kaum zu überbieten, während die aktuellen Häuser schon beim Ansehen auseinanderfallen.

Moskau würde ich mit 5 Tagen einplanen. Das Zentrum ist ziemlich groß. Man kann im Garden Ring im Halbkreis um die Stadt laufen. Die Stimmung ist hier ab dem Spätnachmittag am besten. Am Abend werden die Bäume noch beleuchtet, so dass man den Ring auch abends noch ablaufen kann. Der Gorki-Park und der dahinter liegende Wald hat mir am meisten gefallen. Auch hier würde ich den späten Nachmittag empfehlen.

Kulturelles

Russland hat einen sehr guten Ruf, was das Schauspiel angeht. Es hat sehr viele Schreiber und Musiker hervorgebracht. Leider sind uns aus Schulzeiten nur wenige bekannt. Man sollte die Gelegenheit nutzen, und sich ein Ballett oder Theaterspiel anzusehen. Das bekannteste Balletthaus ist das Bolshoi Theater. Tickets sollte man sich zuvor besorgen, da viele Stücke schnell ausverkauft sind. Man sollte zunächst jedoch einen Preisvergleich machen. Ich hatte für dieselbe Reihe Tickets zwischen 50€ und 120€ gesehen, und das günstige unter http://www.ticketland.ru gebucht. Einen Dresscode scheint es nicht zu geben, aber sollte man sich dafür doch etwas Schickeres mit einpacken vor der Reise.

Gastronomie

Ich war etwas überrascht, dass es relativ wenige Cafes gibt, die Sitzplätze im Freien anbieten. In Moskau sitzt man daher meist drinnen. Das liegt vermutlich daran, dass der Sommer so kurz ist. In Sankt Petersburg sind viele Cafes sogar parterre. Bedienungen sind öfter mal auch nicht wirklich freundlich/höflich. Als ich eine freundlichst um das WiFi-Passwort gefragt hatte, bekam ich nur ein mürrisches No! als Antwort. Und auch sonst wird man nicht wirklich freundlich bedient.

Geldwechsel

Es gibt Wechselstuben, in Moskau häufiger zu finden, als in Sankt Petersburg. Diese sind an dem leuchtenden Dollar-/Euro-Zeichen erkennbar, aber hinter mehreren Türen gut versteckt. Den angezeigten Kurs bekommt man nicht. Während draußen 73 Rubel angezeigt werden, erhält man lediglich 70 Rubel pro Euro. Am Flughafen werden 300 Rubel per se einbehalten. Vielleicht lohnt sich da eher der Wechsel einer geringen Menge bereits daheim. Alternativ kann man auch beispielsweise bei der sberbank wechseln.

Erster Aufenthalt (7 Nächte)

17.08.2019 / IST – LED / Turkish Airlines / Palitras Hotel (nicht auffindbar, Zimmer ok, öfter laufendes zentrales Abwassersystem zu laut)
21.08.2019 / St. Petersburg – Moskau / Sapsan
25.08.2019 / VKO – IST / Turkish Airlines / Arium Hotel (Gutes Zimmer, nettes Personal, Küchenpersonal nicht sauber)

Sightseeing

    • Stadtzentrum (St. Petersburg: Nevsky Avenue und Sadovaya Street)
    • Michailowski Platz/Garten (St. Petersburg)
    • Russisches Museum (St. Petersburg)
    • Ermitage (St. Petersburg)
    • Peter-und-Paul-Festung (St. Petersburg, hat mir nicht so gefallen)
    • Stadtzentrum (Moskau: Alles um Metro-Station Teatral’naya)
    • Arbat (Moskau: nettes Viertel)
    • Patriarchenteich (Moskau: nettes Viertel)
    • Gorki-Park und der dahinter anliegende Wald (Moskau)
    • Bestimmte Metro-Stationen wir Majakovskaya (Moskau)
    • Kreml (Moskau)
    • Seitenstraßen der Ulitsa Maroseyka (Moskau: nettes Viertel mit schönen Häusern)
    • Chistyye Prudy (Moskau: Spaziergang im Garden Ring)
    • Eliseyevskiy (Supermarkt)
    • Ballett / Theater

 

Essen

    • Marketplace (St. Petersburg: Frisches Büffet)
    • Pyshechnaya (St. Petersburg: Donuts seit 1958)
    • Marcelli’s (St. Petersburg: Essen)
    • RA Family (St. Petersburg: Veganes Essen)
    • Food Court Rozhdestvensky Blvd (Moskau: unterschiedlichste Küchen, nettes Ambiente)
    • Pitstselove (Moskau: italienische Küche)
    • Varenychna No1 (Moskau: russiche Küche mit sowjetischer Inneneinrichtung)


Teneriffa

Kanarische Inseln

Die Kanarischen Inseln bestehen aus 7 Inseln, wobei Gran Canaria und Teneriffa wohl die bekanntesten sind. Weitere Inseln sind Fuerteventura, La Palma, El Hierro, La Gomera und Lanzarote. Alle Schiffe zwischen Südamerika und Europa mussten hier zwingend anlegen, daher gibt es trotz der räumlichen Nähe zu Afrika und der Zugehörigkeit zu Spanien einen großen südamerikanischen Einfluss. Die Inselgruppe hat insgesamt über 2 Milionen Einwohner, während knapp über 900.000 in Teneriffa leben.

Landschaft

Bilder von Teneriffa spiegeln selten die wahre Schönheit der Insel wider. Auf den Fotos wirkt die Insel steinig, karg und langweilig. In Wahrheit ist sie jedoch sehr abwechslungsreich und spannend. Mit steigender Höhe wird man Zeuge von Naturschauspielen und wechselhafter Naturgegebenheiten. Man kommt auf dem Weg zum größten Berg Spaniens, dem El Teide mit über 3700m, an Nadelbaumwäldern vorbei, fährt durch Wolken hindurch vorbei an unterschiedlichsten Vulkangesteinen, bis man dann eine Höhe erreicht hat, wo man den Sonnenuntergang am Teide mit einem Wolkenmeer bestaunen kann.

Die Insel bietet Strände, Wald, Berge und klare Luft. Klare Luft und wenig Lichtverschmutzung sind beste Voraussetzungen, um Sterne und die Milchstraße zu fotografieren. Dies war auch das Hauptziel meines dritten Aufenthalts dort. Vor Ort habe ich auch Freunde getroffen, die ich während meines Auslandssemesters in Frankreich kennengelernt hatte.

Kulturelles

Auf der Insel finden sehr oft Festivals statt. Man sollte sich vorab erkundigen, um Land und Leute besser kennenzulernen. Während meines zweiten Aufenthalts haben wir dann in Arafo Trachten besorgt und haben dann singend an einem Umzug teilgenommen. Dieses Mal fand ein Feuer-Festival statt. An den Stränden und über die Insel verteilt wurde Feuer entfacht. In Orotava wurden wir dann auch Zeugen eines Straßenfests. Ich mag solche Festivals, da man somit auch was über die Kultur erfahren kann.

Sternefotografie

Die Infrastruktur der Insel ist sehr gut, man kommt also ziemlich einfach und ohne große Mühe auf höhere Lagen. Es gibt viele Buchten und man kann auch eine kleine Wanderung machen, um den Autos in der Nacht zu entkommen. Es werden auch organisierte Touren angeboten, dabei werden die Sternzeichen im Himmel mit einem Laserpointer direkt erklärt. Ich war total begeistert vom Laserpointer, damit konnte auf den exakten Stern gezeigt werden.

Wer den ganzen Bogen der Milchstraße fotografieren möchte, braucht ein Ultraweitwinkel-Objektiv. Alternativ kann man mehrere Fotos machen und diese zusammenfügen. 2-3 Stunden nach Sonnenuntergang kann man dann wirklich loslegen. Ich habe hauptsächlich mit dem Canon 16-35mm f2.8 III fotografiert. Damit konnte ich bei ISO 3200 zwischen 4 und 8 Sekunden belichten. Den ISO-Wert sollte man nicht unnötig erhöhen, da über 3200 das Rauschen stark zunimmt. Wer länger fokussieren möchte, oder mit einem Tele-Zoom bestimmte Sterne oder Konstellationen fotografieren möchte, sollte sich einen Startracker besorgen.

Erster Aufenthalt (7 Nächte)

09/2004 / STR – TFS

 

Zweiter Aufenthalt (7 Nächte)

08/2006 / FDH – TFS

 

Dritter Aufenthalt (6 Nächte)

22.06.2019 / IST – MAD / Turkish Airlines
22.06.2019 / MAD – TFS / Air Europe (Weder Flughafen, noch Airline zu empfehlen)
29.06.2019 / TFS – STR / Condor
02.07.2019 / STR – IST / Turkish Airlines
Unterkunft: Villa an der Costa Adeje

Sightseeing

    • El Teide (Bergwanderung)
    • Las Mercedes (Wanderung)
    • La Orotava (Stadt)
    • Puerto de la Cruz (Stadt)
    • Costa Adeje (Las Americas)
    • Los Gigantes
    • El Medano (Surfing)
    • Autobahn TF-24 (Aussicht)

 

Essen

    • Tasca la lata del Gofio (in El Medano)
    • Tortilla


Küste

Island

Island lässt einen von der ersten Minute an staunen. Bereits im Flieger wird der Fischgeruch deutlich 🙂 Bei der Ankunft wirkt alles etwas karg und verlassen. Die frische Luft wirkt jedoch sehr beruhigend. Man ist sofort befreit von jeder Art von Hektik.

Man erlebt hier Dinge, die man sonst wohl nicht zu Gesicht bekommen würde. Schon die Ausschau nach Nordlichtern ist aufregend. Wenn man sie schließlich dann deutlich sieht, wie sie tänzeln und in der Luft dann querverbinden, fühlt man sich wie ein kleines (christliches) Kind, das sich auf die Weihnachtsgeschenke freut. Ich war total begeistert und war wochenland noch fasziniert davon. Nicht nur Polarlichter, sondern auch der gigantische Gullfoss-Wasserfall, Vulkane, Eisberge am Strand von Jökulsarlon, und hohe Klippen an den Küsten sind Dinge, die man in Island gesehen haben sollte. Die Natur ist sehr vielfältig und bietet alle 20-30 km eine andere Landschaft.

Tourismus und Infrastruktur

In Island herrscht kein Massentourismus. Das liegt zum einen natürlich am Preis und zum anderen an den Wetterbedingungen. Im Winter zeigt sich die Sonne nur wenige Stunden. Im Sommer liegt die Durchschnittstemperatur bei etwas über 10°C. In Island leben knapp 320.000 Einwohner, die über einige Ecken alle miteinander verwandt sind. 2/3 der Einwohner lebt in der Hauptstadt Reykjavik. Das ist auch die einzige Stadt, die man an solche bezeichnen kann. Die zweitgrößte Stadt hat knapp 20.000 Einwohner. In Istanbul ist jeder Stadtteil doppelt so dicht besiedelt wie das gesamte Island. Die Straßen sind sehr gut ausgebaut, ich kann mich an kein einziges Schlagloch erinnern. Mit dem Bus kommt man vom Flughafen in knapp 60 Minuten vom Flughafen ins Zentrum von Reykjavik. Man kann sich bereits im Flieger die Tickets holen. Dort sind sie etwas günstiger.

Verpflegung

Das Essen auf einer Insel, so habe ich in Irland bereits festgestellt, ist sehr beschränkt. Meist bekommt man lediglich fettige Fish and Chips. Tomaten sind exklusiv, da in der Regel alles weitere an Lebensmittel eingeflogen wird. Neben Irland ist Island das einzige Land, das mehr Schafe als Einwohner hat.

Suche nach Polarlichtern

Man muss die Insel mit einem Mietwagen erkunden. Ein Ort bietet auf Grund der ständig wechselnden Wetterverhältnisse unterschiedliche Stimmungen. Für Fotografen bedeutet das sehr viel Geduld, aber auch viele Facetten eines einzigen Motivs. An Speicherkarten sollte man daher nicht sparen. Es ist leider unberechenbar, aus welcher Richtung die Nordlichter kommen. Man kann sich also nicht positionieren, ehe es losgeht. Bei Nacht gestaltet sich die Suche nach einem geeigneten Ort, am besten mit einem See im Vordergrund oÄ. deutlich schwieriger. Man sollte seine Ausrüstung daher auch im Dunklen beherrschen. Eine Taschenlampe und einen Fernauslöser sollte man unbedingt dabei haben.

Aufenthalt (8 Nächte)

10.10.2015 / IST – FRA / Turkish Airlines
10.10.2015 / FRA – KEF / Iceland Air

18.10.2015 / KEF – MUC / Iceland Air
18.10.2015 / MUC – IST / Turkish Airlines

Unterkunft: Lónið Apartments + 100 Iceland Hotel

Sightseeing

    • Nordlichter
    • Reykjavik
    • Blue Lagoon
    • Gullfoss (Wasserfall)
    • Þingvellir
    • Jökulsarlon
    • Vik / Reynisdrangar
    • Seljalandsfoss
    • Skogafoss
    • Großer Geysir
    • Snæfellsnes

Essen

    • Keine Empfehlungen