Singapur

Singapur ist das Dubai im Fernen Osten. Fast 6 Millionen Einwohner hat der Stadtstaat. Darunter sind sehr viele Chinesen und Ausländer, die hier arbeiten. Singapur ist ein Finanzzentrum und Handelsknoten und ist damit ein Staat, der eine gute Finanzbasis aufweist. Das BIP beträgt über 70.000 Dollar pro Person. Singapur hat einige Vorschriften, auf die man achten sollte. Beispielsweise darf man keine Zigarettenstangen einführen, das Rauchen ist stark eingeschränkt und Kaugummis kauen ist nicht erlaubt. Mit Englisch kommt man sehr weit. Außer älteren Menschen in Chinatown kann man sich hier problemlos in englischer Sprache verständigen. Obacht: es herrscht Linksverkehr.

Architektur

In Singapur hat man finanzielle Möglichkeiten, Dinge umzusetzen, die es sonst auf der Welt kaum gibt. Wenn Sie Gebäuden anschauen, werden Sie feststellen, dass es viele Gebäuden gibt, die in ihrer Architektur die Natur berücksichtigen. So gibt es Gebäuden, die den Luftstrom berücksichtigen und deswegen Etagen aufweisen, die einfach leer sind. So kommt die frische Wind auch hinter das Gebäude. Des Weiteren gibt es Hochhäuser, die mit grünen Pflanzen bedeckt sind. Das hält das Gebäse kühl. Insgesamt wurde durch diese Maßnahmen die Temperatur in der Stadt um einige wenige Grad runtergekühlt.

Klima

Das Klima ist nicht ganz so angenehm, es ist tropisch. Als ich angekommen bin, hat es extrem geregnet. Eine Stunde später war der Regen weg, und die Sonne schien. Im Schnitt hat man das ganze Jahr konstante 30°C. Außer im Februar regnet es auch konstant oft. Fast 20 Tage im Monat. Der Regen gehört also zum Alltag. Entsprechend sollte man sich dünne Regenkleidung mitbringen, trotz der Hitze.

Anreise

Ich bin aus Vietnam per Flieger angereist und bin dann mit der Metro East West Line in die Stadt gefahren. Ich finde die Benamsungen wirklich einfach. Die Haltestellen haben alle eine Nummer entsprechend der Linie. Statt sich den Namen “Pasir Ris” auf der East West Line zu merken, merkt man sich einfach EW12. Ähnlich wie Dubai ist auch Singaput weitläufiger als man gemäß Karte erahnt. Daher lohnt es sich, mit der Metro zu fahren. Der Flughafen selbst ist eines der schönsten der Welt. Bei Abflug sollte man daher etwas früher anreisen, um ihn zu sehen.

Marina Bay

Die Marina Bay ist natürlich die Hauptattraktion in Singapur. Das bekannteste Gebäude dort ist das Marina Bay Hotel. Daneben findet man die Oper, ein Einkaufszentrum und viele viele Restaurants. Von hier hat man einen tollen Blick auf die Skyscraper der Finanzstadt. Auch die Skulptur des wasserspeienden Löwen ist hier. Eine komplette Umrundung ist auf der Promenade möglich und empfehlenswert. Abends hat mir am meisten Clarke Quay gefallen. Das ist am Wasser und komplett besetzt mit Bars und Cafes. Man kann auch ein Getränk kaufen/mitbringen und am Wasser sitzen. Live Musik aus den Bars runden das Ganze ab und machen den Abend sehr angenehm.

Zu bestimmten Uhrzeiten am Abend finden in den Gardens By the Bay Musikeinlagen statt. Dazu werden die künstlichen Bäume im riesigen Garten beleuchtet und bieten ein Spektakel, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Altes Singapur

Mir hat das Viertel um den Masjid Sultan gefallen. Hier findet man einen Hauch von Orient, und wie beispielsweise auch in der Straße Telok Ayer, kleine buntbemalte Reihenhäuser, die, ähnlich wie in Dubai, zeigen, wie Singapur ursprünglich ausgesehen hat.

Chinatown

Hier scheint alles zusammenzulaufen. Abends sind hier noch Läden und Wechselstuben offen. Viele Chinesen, vor allem ältere, halten sich meistens hier auf. Denn hier finden sie China in Singapur. Man spricht hauptsächlich chinesisch, es gibt chinesiche Restaurants und chinesiche Festlichkeiten finden hier statt.


Russland

Visum

Russland hatte ich bereits seit einigen Jahren auf der Liste. Hat sich jedoch immer irgendwie nie ergeben. Dieses Jahr habe ich mich fest dazu entschlossen und sehr früh Flugtickets gebucht. Wenige Tage vor dem Abflug wurde ich auf das Thema Visum aufmerksam gemacht. Ich neige dazu, das Visum zu vernachlässigen, da man das sonst eher selten benötigt. Das Verfahren ist relativ komplex. Mit einem Antrag ist es leider nicht getan. Man muss den Flug gebucht und das Hotel reserviert haben. Dazu muss man eine Auslandskrankenversicherung vorlegen, ehe man ein Visum beantragt. Online muss man dann einen Antrag mit allen Details ausfüllen. Zusätzlich dazu muss man sich einen Voucher von Seiten eines Reisebüros einholen. All das kostet dann über 100 Dollar. Da hatte ich schon ehrlich gesagt bereut, dass ich die Flüge nach Russland bereits gebucht hatte, aber im Nachhinein hat sich der Aufwand gelohnt.

Klima

Das Zeitfenster für Moskau und Sankt Petersburg ist extrem kurz, da das doch insgesamt sehr kalt werden kann. Sogar die Sommer sind eher mild. So kam es dann auch, dass ich mich mitten im August erkältet habe. Am Morgen und am Abend benötigt man etwas Langärmiges. Tagsüber ist es warm, aber auf Grund des leichten Windes, der kühl ist, ist man ständig im Wechselbad zwischen warm und kalt.

Anreise

Meine Reise nach Russland begann mit einem Gewitter über Istanbul. Wir mussten knapp 1 Stunde im Flieger warten, bis der Regen und der Sturm sich etwas gelegt hatten. Über der Stadt war der Regen so heftig, dass viele Straßen und Geschäfte komplett unter Wasser standen.

Vom Flughafen LED in Sankt Petersburg muss man mit einem stark frequentierten Bus bis zur Metro fahren. Das dauert knapp 30 Minuten.

Von Sankt Petersburg ins 700 km entfernte Moskau kommt man mit dem Hochgeschwindigkeitszug namens Sapsan. Das ist baugleich mit dem ICE. Die Fahrt ist sehr bequem, dauert knapp 4 Stunden und kostete mich 60€. Das Ticket sollte man sich vorab im Internet holen.

In Moskau sollte man sich eine Troika-Karte für die Metro kaufen. Kostet 100 Rubel (1.50€) Pfand, jede Fahrt kostet dann nur noch 38 Rubel (60 Cent). Ein Umsteigen ist kostenlos. Zum Flughafen VKO kommt man am besten mit dem Taxi (Uber, Yandex, Taxi) und kostet zwischen 800 und 1200 Rubel (10 bis 18€).

Sankt Petersburg

Sankt Petersburg, bekannt mit seinen so genannten Weißen Nächten, ist die Perle Russlands. Weiße Nächte sind Nächte, an denen die Sonne gar nicht bis kaum untergeht. Die Nacht ist dann heller als sonst. Natürlich ist das ein Spektakel, doch sollte man sich den Aufenthalt um Juni herum gut überlegen, da man unter Umständen keinen Schlaf findet wegen der Helligkeit.

Die Stadt verzückt durch Prachtbauten und ist dennoch modern. Es ist nicht überlaufen von Touristen und ist mit 5 mio. Einwohnern auch nicht so groß wie Moskau. Ich war in beiden Städten von der Einwohnerzahl überrascht, da beide nicht überfüllt, bzw. dicht besiedelt erscheinen.

Um ehrlich zu sein, etwas hat mir in Sankt Petersburg gefehlt. Es ist wirklich schick anzusehen und es gibt etliche kulturelle Möglichkeiten, das Land kennenzulernen, aber die Stadt hat mich nicht umgehauen. Vielleicht war meine Erwartungshaltung zu hoch, weil jeder davon schwärmt.

Dennoch ist Sankt Petersburg einen Besuch wert. 4 Tage mit An- und Abreise scheinen mir als genug. Die Ermitage ist natürlich ein Muss. Das Museum ist extrem groß und eher komplex, so dass ein Im-Kreis-Laufen nicht so ohne weiteres möglich ist. Das Zentrum ist auch interessant. Bootstouren kann man überall buchen und sind sicherlich eine Möglichkeit, die zweitgrößte Stadt Russlands zu erkundigen. Abends lädt sie zu einem entspannten Spaziergang an den etlichen Flüssen und Kanälen ein.

Moskau

Im Gegensatz zu Sankt Petersburg hatte ich von Moskau überhaupt keine Vorstellungen gemacht. Vielleicht hat mir die Stadt deswegen so gefallen. Auf jeden Fall habe ich dort das gefunden, was mir zuvor in Sankt Petersburg gefehlt hatte. Allein die Zahl der Metro-Fahrer in Moskau hat mich in Staunen versetzt. Knapp 2.5 Miliarden Menschen nutzen diese pro Jahr. Wie in Sankt Petersburg gibt es auch in Moskau etliche gute Straßenmusiker. Ich finde die Atmosphäre toll, wenn Straßenmusiker relaxte Musik spielen.

Moskau ist mit 12 mio. Einwohnern die Hauptstadt Russlands. Etliche schöne Bauten verzieren vor allem die Innenstadt. Wenn man 10 km raus fährt, sieht man die bekannten Plattenbauten. Es ist immer erstaunlich, welchen Wandel ein Land machen kann. Dieses Phänomen haben wir auch in der Türkei. Alte Häuser sind der Schönheit kaum zu überbieten, während die aktuellen Häuser schon beim Ansehen auseinanderfallen.

Moskau würde ich mit 5 Tagen einplanen. Das Zentrum ist ziemlich groß. Man kann im Garden Ring im Halbkreis um die Stadt laufen. Die Stimmung ist hier ab dem Spätnachmittag am besten. Am Abend werden die Bäume noch beleuchtet, so dass man den Ring auch abends noch ablaufen kann. Der Gorki-Park und der dahinter liegende Wald hat mir am meisten gefallen. Auch hier würde ich den späten Nachmittag empfehlen.

Kulturelles

Russland hat einen sehr guten Ruf, was das Schauspiel angeht. Es hat sehr viele Schreiber und Musiker hervorgebracht. Leider sind uns aus Schulzeiten nur wenige bekannt. Man sollte die Gelegenheit nutzen, und sich ein Ballett oder Theaterspiel anzusehen. Das bekannteste Balletthaus ist das Bolshoi Theater. Tickets sollte man sich zuvor besorgen, da viele Stücke schnell ausverkauft sind. Man sollte zunächst jedoch einen Preisvergleich machen. Ich hatte für dieselbe Reihe Tickets zwischen 50€ und 120€ gesehen, und das günstige unter http://www.ticketland.ru gebucht. Einen Dresscode scheint es nicht zu geben, aber sollte man sich dafür doch etwas Schickeres mit einpacken vor der Reise.

Gastronomie

Ich war etwas überrascht, dass es relativ wenige Cafes gibt, die Sitzplätze im Freien anbieten. In Moskau sitzt man daher meist drinnen. Das liegt vermutlich daran, dass der Sommer so kurz ist. In Sankt Petersburg sind viele Cafes sogar parterre. Bedienungen sind öfter mal auch nicht wirklich freundlich/höflich. Als ich eine freundlichst um das WiFi-Passwort gefragt hatte, bekam ich nur ein mürrisches No! als Antwort. Und auch sonst wird man nicht wirklich freundlich bedient.

Geldwechsel

Es gibt Wechselstuben, in Moskau häufiger zu finden, als in Sankt Petersburg. Diese sind an dem leuchtenden Dollar-/Euro-Zeichen erkennbar, aber hinter mehreren Türen gut versteckt. Den angezeigten Kurs bekommt man nicht. Während draußen 73 Rubel angezeigt werden, erhält man lediglich 70 Rubel pro Euro. Am Flughafen werden 300 Rubel per se einbehalten. Vielleicht lohnt sich da eher der Wechsel einer geringen Menge bereits daheim. Alternativ kann man auch beispielsweise bei der sberbank wechseln.


Teneriffa

Kanarische Inseln

Die Kanarischen Inseln bestehen aus 7 Inseln, wobei Gran Canaria und Teneriffa wohl die bekanntesten sind. Weitere Inseln sind Fuerteventura, La Palma, El Hierro, La Gomera und Lanzarote. Alle Schiffe zwischen Südamerika und Europa mussten hier zwingend anlegen, daher gibt es trotz der räumlichen Nähe zu Afrika und der Zugehörigkeit zu Spanien einen großen südamerikanischen Einfluss. Die Inselgruppe hat insgesamt über 2 Milionen Einwohner, während knapp über 900.000 in Teneriffa leben.

Landschaft

Bilder von Teneriffa spiegeln selten die wahre Schönheit der Insel wider. Auf den Fotos wirkt die Insel steinig, karg und langweilig. In Wahrheit ist sie jedoch sehr abwechslungsreich und spannend. Mit steigender Höhe wird man Zeuge von Naturschauspielen und wechselhafter Naturgegebenheiten. Man kommt auf dem Weg zum größten Berg Spaniens, dem El Teide mit über 3700m, an Nadelbaumwäldern vorbei, fährt durch Wolken hindurch vorbei an unterschiedlichsten Vulkangesteinen, bis man dann eine Höhe erreicht hat, wo man den Sonnenuntergang am Teide mit einem Wolkenmeer bestaunen kann.

Die Insel bietet Strände, Wald, Berge und klare Luft. Klare Luft und wenig Lichtverschmutzung sind beste Voraussetzungen, um Sterne und die Milchstraße zu fotografieren. Dies war auch das Hauptziel meines dritten Aufenthalts dort. Vor Ort habe ich auch Freunde getroffen, die ich während meines Auslandssemesters in Frankreich kennengelernt hatte.

Kulturelles

Auf der Insel finden sehr oft Festivals statt. Man sollte sich vorab erkundigen, um Land und Leute besser kennenzulernen. Während meines zweiten Aufenthalts haben wir dann in Arafo Trachten besorgt und haben dann singend an einem Umzug teilgenommen. Dieses Mal fand ein Feuer-Festival statt. An den Stränden und über die Insel verteilt wurde Feuer entfacht. In Orotava wurden wir dann auch Zeugen eines Straßenfests. Ich mag solche Festivals, da man somit auch was über die Kultur erfahren kann.

Sternefotografie

Die Infrastruktur der Insel ist sehr gut, man kommt also ziemlich einfach und ohne große Mühe auf höhere Lagen. Es gibt viele Buchten und man kann auch eine kleine Wanderung machen, um den Autos in der Nacht zu entkommen. Es werden auch organisierte Touren angeboten, dabei werden die Sternzeichen im Himmel mit einem Laserpointer direkt erklärt. Ich war total begeistert vom Laserpointer, damit konnte auf den exakten Stern gezeigt werden.

Wer den ganzen Bogen der Milchstraße fotografieren möchte, braucht ein Ultraweitwinkel-Objektiv. Alternativ kann man mehrere Fotos machen und diese zusammenfügen. 2-3 Stunden nach Sonnenuntergang kann man dann wirklich loslegen. Ich habe hauptsächlich mit dem Canon 16-35mm f2.8 III fotografiert. Damit konnte ich bei ISO 3200 zwischen 4 und 8 Sekunden belichten. Den ISO-Wert sollte man nicht unnötig erhöhen, da über 3200 das Rauschen stark zunimmt. Wer länger fokussieren möchte, oder mit einem Tele-Zoom bestimmte Sterne oder Konstellationen fotografieren möchte, sollte sich einen Startracker besorgen.


railway-market-mae-klong

Bangkok

Meine zweite Station nach Hanoi (Vietnam) war Bangkok in Thailand. Eine Metropole mit über 8 mio. Einwohnern und allen möglichen Volksgruppen. Ein bisschen erinnerte mich Bangkok mit seinem Verkehrsproblem an Istanbul. Man kann den Skytrain oder per Schnellboot in den Kanälen von A nach B kommen. Dennoch sollte man seinen Tagesablauf hier etwas genauer planen, da die Sehenswürdigkeiten weit voneinander entfernt liegen, und man dort kaum Metro-Anbindung hat. Ich hatte in einem Blog vorab gelesen, dass man quer durch die Stadt fahren kann, und das nicht einmal 200 Baht kosten sollte. Touristen kommen dafür nicht mal ein paar Kilometer weit 🙂

Hektik der Stadt

Folgendes ist innerhalb von zehn Metern passiert. Ein Passant stößt eine Fliese kaputt, eine Kakerlake läuft mir entgegen. Dann stößt mir jemand versehentlich seinen Ellbogen in meine Rippen, worauf ich gegen den Allerwertesten einer Frau stoße. Es gibt leider viele Baustellen und enge Wege, die überlaufen sind.

Lumphini-Park

Was mir am meisten in Bangkok gefallen hat, war der Lumphini-Park. Als Konstrast zu hektischen Stadt hat man dort Ruhe und kann den See bei Sonnenuntergang genießen. Viele nutzen den park, um joggen zu gehen. Als ich vor Ort gewesen bin, hat einer Beatbox gemacht und die Leute zu Aerobic animiert. Ich schätze, das waren um die 100, die dann mitgemacht haben. Die Steps schienen bekannt, daher gehe ich davon aus, dass das regelmäßig stattfindet. Abends um 18 Uhr ertönt aus den Lautsprechern die Nationalhymne, während dessen die Menschen dann stehen bleiben.

Shopping

Wer shoppen möchte, kommt hier auf seine Kosten. Für jede Einkommensgruppe gibt es hier alles nur erdenkliche zum kaufen. Dienstleistungen eingenommen. Der Standverkäufer fragt erst, ob man Gemüse möchte, danach, ob man Sex möchte. Wenn man durch die Straßen schlendert, passiert man auch Massagesalongs. Liegende Touristen, denen die Füße massiert werden. Vor diesen Läden sitzen 10-15 Frauen und rufen Massage, Massage 🙂 Wer andere Dienstleistungen in Anspruch nehmen möchte, wird hier auch sehr einfach fündig. Die “Damen” sehen weiblicher aus als echte Frauen und haben meist eine tiefere Stimme als Männer 🙂

Riesige Shopping-Malls bieten auch teure Marken. Es gibt auch eine Mall, die Imitate für einen niedrigen preis anbieten. Auf den Straßen kann man auch China-Müll kaufen. Es gibt Produkte, auf die sollte es eine Müllsteuer geben. Die Welt wird mit Plastikzeugs zugemüllt, hauptsache man produziert etwas.

Bangkok ist auch nicht so günstig, wie man immer wieder hört. Eine Mahlzeit kostet schon ca. 10-15 Euro. Wer jedoch einen Anzug kaufen schneidern lassen möchte, der kommt sicher günstiger herum, als wenn er dies in Deutschland tut.

Straßenessen

Um Straßenessen kommt man in Bangkok nicht herum. Das sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Frisches Obst oder Ggrilltes wird überall angeboten. Bei 35°C ist eine kühle Scheibe Wassermelone oder Mango sehr erfrischend. Man sollte die Hitze nicht unterschätzen und viel trinken. Das Essen liegt dann teils auf dem Boden, das lockt natürlich Ratten an. Ich habe so einige gesehen, daher sollte man möglichst drauf achten, dass das Essen im Kühlschrank ist, oder nicht tiefer als Kniehöhe.

Mae Klong

Von Bangkok aus habe ich mit dem Bummelzug eine Tagestour nach Mae Kong und Amphawa gemacht. Die Fahrt nach Mae Klong ist leider nur mit umsteigen möglich. Die Erste Klasse kostet wegen der Klimaanlage 25 Baht, die Zweite Klasse nur 10 Baht. Man sollte die erste Bahn des Tages nehmen, da man sonst den Anschluss nicht bekommt. Ich musste dann mit einem Shuttle fahren, was aber auch nicht schlimm war. In Mae Klong erwartet einen dann der bekannte Railway Market. Ein Markt, der Platz machen muss, wenn der Zug einfährt.

Amphawa

Von Mae Klong kommt man mit einem Shuttle nach Amphawa in ca. 15 Minuten. Ehrlich gesagt, war ich etwas enttäuscht. Es gab einen Markt, aber nicht auf dem Fluss. Ich hatte mich vorab informiert und hatte den Besuch auf das Wochenende gelegt. Dennoch kann man hier ca. 2 Stunden verbringen. Um den Fluß herum gibt es vieles, das man probieren kann und auch im Dorfzentrum gibt es Stände, die allerlei zum Essen anbieten.

Von Amphawa fahren Mini-Busse für 200 Baht zurück nach Bangkok. Die Hinfahrt war schon rumpelig mit dem Zug, aber die Rückfahrt war nicht zu toppen. Die Straßen sind in einem ziemlich schlechten Zustand, das geht schon extrem in den Rücken, wenn man bei jeder Brücke teils aus dem Sitz geschleudert wird. Gedauert hat die Fahrt bis zur ersten Metro-Station “Bang Wa” knapp 2 Stunden.


Boot in Trang An

Hanoi

Nach Japan/Südkorea im Jahr 2018 war das meine zweite Reise nach Fernostasien. Ich hatte beschlossen, lediglich die Großstädte in einigen wenigen Ländern zu besuchen. Dafür hatte ich genau 2 Wochen vorgesehen. Nachdem ich dann Singapur, Bangkok und Kuala Lumpur gebucht hatte, habe ich gemerkt, dass ich relativ viel Zeit an diesen Orten verbringe, daher habe ich die Buchung dann etwas angepasst und Hanoi noch hinzugefügt. Im Nachinein war das auch die richtige Entscheidung.

Allein in Vietnam kann man jedoch mehrere Wochen verbringen. Das Land hat sehr viel zu bieten. Selbiges gilt für Thailand. Südostasien bzw. Asien insgesamt gefällt mir sehr gut und kann ich als Reiseziel daher empfehlen. Asiaten sind ein sehr freundliches Volk. Immer hilfsbereit und sehr nett.

In erster Linie verbinden die meisten Vietnam mit dem Vietnam-Krieg. In den 70ern haben die USA mit einem scheinheiligen Grund das Land jahrelang bombardiert. Auch auf Grund der Entfernung ist Vietnam als Reiseziel ein Exot. Beispielsweise steht in Hanoi kein Eiffelturm oder sonstige herausragenden Sehehswürdigkeiten, aber dennoch hat dieses Land wegen den freundlichen menschen und der wunderschönen Natur viel zu bieten.

Das Leben auf der Straße

Ich kenne das von meiner eigenen Kultur, aber in Vietnam leben die Menschen tatsächlich auf der Straße. Ich bin durch Gassen gelaufen, fernab von Touristen. Die Einheimischen bringen ihren Gasgrill und ihr Geschirr vor die Tür und kochen dort. Gegessen wird dann mit der gesamten Familie. Ich hatte das Gefühl, man könne sich vor jedem Haus hinsetzen und Essen bestellen. Man kann in die Häuser reinschauen. Genau wie die Menschen, sind auch die Behausungen eher einfach gehalten. Meistens sind das ein Zimmer breite, und 2 Stockwerke hohe kleine Häuser. Der Eingang besteht aus einem großen Zimmer mit allen Kochsachen, einer Couch und einem Fernseher. Ich vermute, dass hinten das WC und oben das Schlafzimmer ist.

Mopeds

Die Altstadt von Hanoi bietet so viele Straßen und Gassen, dass man hier Tage lang laufen kann. Angrenzend zur Altstadt ist der See und das Französiche Viertel. In einem Blog hatte ich vorab gelesen, dass Gehwege nur für Stühle und Mopeds gemacht sind. Und tatsächlich, auf den Gehwegen sind lauter geparkte Mopeds oder kleine Plastikstühle für Besucher. Als Fußgänger muss also auf die Straße ausweichen, auf dem gefühlt Millionen von Mopeds sich wimmeln. Am besten kommt man durch den Verkehr, wenn man sich eine Lücke sucht und wichtig – den Blickkontakt zu den Mopedfahrern vermeidet. Dadurch vermeidet man Missverständnisse. Bei einem Moped konnte ich den Fahrer nicht mehr erkennen, ganze 5 Personen waren drauf 🙂

Ninh Binh / Trang An

Eine Aussicht auf die gigantische Berglandschaft erhält man bereits im Flieger. Als wir die Berge überflogen haben, war ich trotz 10 Stunden Flug voller Vorfreude. Ninh Binh liegt knapp 2 Stunden südlich von Hanoi entfernt. Am besten zu erreichen mit dem Zug oder per Reisebus. Dort angekommen ist eine Bootsfahrt ein Muss. Ich habe Tour2 gewählt. Mit kleinen Booten erhält man zwischen Kalkfelsen und Grotten einen tollen Eindruck. Diese Bootsfahrt war so das beste dieser Südostasien-Reise. Während dessen habe ich auch beschlossen, erneut in den Vietnam reisen und mehr vom Land sehen zu wollen.

Während der Bootstour wurde ich von vielen aus den anderen Booten gegrüßt. Bei Stopps haben einige sofort das Gespräch gesucht und gemeinsame Fotos gemacht. Wir haben mit einem anderen Boot um die Wette gepaddelt. Ich war ehrlich gesagt sprachlos und glücklich, weil ich mich mich sehr wohl gefühlt habe inmitten von Unbekannten.

Hotel

Ich habe erst am dritten Tag bemerkt, dass ich meine Kreditkarte verlegt habe. Vermutlich habe ich die Karte bei der ersten Nutzung direkt am Flughafen in Hanoi verloren. Das habe ich der Hotel-Rezeption mitgeteilt. Die haben dann sofort am Flughafen und in der Bank angerufen. Daraufhin habe ich die Karte in Deutschland gesperrt. Am darauffolgenden Tag wusste das gesamte Personal bescheid. Ich wurde darauf angesprochen, ob ich die Karte wieder gefunden hätte und ob sie jemand benutzt hätte, und wie ich denn ohne Kreditkarte auskommen würde, und ob sie mir helfen können.

Das mittelgroße Hotel kann ich wirklich sehr empfehlen. Das Personal ist äußerst freundlich und hatte mich mit Saft und Obst empfangen, was nach dem langen Flug sehr gut getan hat. Für den Ausflug nach Ninh Binh haben sie mir bei der Planung geholfen und bei Reiseanbietern angerufen und mir ein Busticket besorgt. Es war wie eine VIP Betreuung, die ich so bisher noch nirgendwo hatte.

Hinweise

  • Taxifahrer am Flughafen wollten in die Stadt knapp 35 Euro, obwohl im Internet von knapp 20 Euro die Rede war.
  • Gilt auch bei Minibussen. Der Preis hängt vom Handlungsgeschick des Fahrgasts ab. Preise zwischen 3 und mehr als 10 Euro sind möglich.
  • Mit der Linie 7 kommt man in die Nähe der Altstadt. Gekostet hat das 8000 Diong und hat etwa eine Stunde gedauert. Ich hatte zwar eine andere Route und Endstation erwartet, aber unterwegs erhält man einen Eindruck über das Land und Leute. Weiter bin ich dann mit einem kleinen Taxi gefahren.
  • Es gibt unterschiedliche Preiskategorien bei den Taxis. Manche verlangen 7000 Diong pro 1000 Meter, manche 5000 Diong, aber pro 500 Meter. Die Preise findet man auf den Scheiben.
  • Bei der 3 stündigen Bootstour sollte man sich die Nummer des Boots merken, weil man später aussteigt und wieder das eigene Boot zwischen all den anderen finden muss. Man sollte sich vorab auch was zu trinken besorgen und eine Hutbedeckung mitbringen, falls die Sonne scheint. Auf dem Boot kann man auch Kleinigkeiten wie Obst oder Studentenfutter essen und den anderen anbieten.
  • Nach der Bootstour kann man mit dem Taxi in das 3 km entfernte Mua Cave fahren. Das dauert 10 Minuten und kostet 50.000 Diong.
  • Im Gegensatz zu Deutschland sind Busse und Bahnen pünktlich. Man sollte daher nicht zu spät erscheinen. Die Minibusse bieten WiFi an.
  • Als beste Zeit für Hanoi und Umgebung wurde mir im Hotel der Oktober genannt.
  • Unter der Woche ist Hanoi nicht ganz so lebendig, daher schlage ich vor, den Besuch auf das Wochenende zu legen.
  • Statt Touren im Internet oder im Hotel sollte man vor Ort in Reiseagenturen einfache Bustickets nach Ninh Binh kaufen. Am besten 1-2 Tage im voraus. Hin und zurück kostet das knapp 10 Euro. Für (unnötige) Touren zahlt man um die 100 Euro.