Verschneit in Bolu

Bolu

Bolu

Bolu ist eine der Zufluchtsorte für die Istanbuler Stadtbevölkerung. Viele fahren über das Wochenende in die ca. 3 Stunden entfernte Kleinstadt Bolu, um in die Natur einzutauchen, die in der Metropole Istanbul spärlich vorhanden ist. Die kostenpflichtige Autobahn nach Bolu ist gut ausgebaut, man kommt daher bequem ans Ziel. Bolu hat ca. 300.000 Einwohner. Das Stadtzentrum bietet eine Fußgängerzone, was in der Türkei leider auch nicht oft vorkommt.

Natur

In Bolu kommen Naturliebhaber auf ihre Kosten. Die Stadt ist umgeben von verschiedenen Nadelwäldern und Almen. Die Wanderwege sind zwar nicht so zahlreich wie in Deutschland, aber für türkische Verhältnisse können sich diese durchaus sehen lassen. Bolu bietet auch viele Seen und gutes Trinkwasser.

Was sollte man sehen

Etwa 30km südöstlich liegt der See Abant. Auf dem Weg dorthin findet man etliche Restaurants und Hotels, die mitten in der Natur sind. Der Laufweg um den See Abant ist ca. 12km lang und dauert knapp 90 Minuten. Das sollte man aber in einer ruhigen Saison tun, da man entlang der Autostraße läuft. Ich empfehle auch gegen die Fahrtrichtung zu laufen. In der Hochsaison, wenn viele Autos unterwegs sind, ist Abant insgesamt nicht empfehlenswert.

Mein Favorit ist der See Gölcük. Ich bin hier bereits mehrere Male gewesen. Es ist tatsächlich frei von Autoverkehr. Der See ist leider nicht so groß wie der in Abant, aber man kann ihn auch zwei mal umlaufen. Manchmal ist auch der Weg in den Wald hinein geöffnet, dort kann man stundenlang wandern. Berühmt ist hier das Holzhaus direkt am See, das mich an Norwegen erinnert. Gölcük kann man auch im Winter besuchen, die Zufahrt wird freigeräumt. Etwas weiter kommt man zu den Almen in Seben. Knappe 15km entfernt von Gölcük lässt sich die Natur im Tal bestaunen.

Im Gegensatz zu Gölcük sind die Seen in Yedigöller im Winter nicht erreichbar. Die Straßen werden nicht geräumt, daher ist ein Besuch nur zwischen Mitte April und dem ersten Schneefall um Dezember möglich. Ich habe vier Mal versucht, die Yedigöller Seen zu sehen und bin vier mal kläglich gescheitert. Jedes Mal war die Zufahrt gesperrt oder etwas anderes ist dazwischen gekommen. Die beste Jahreszeit ist im Oktober, wenn sich der Wald im Herbst bunt färbt.

Wer Osmanische Architektur sehen möchte, dem empfehle ich Göynük und Mudurnu. Hier gibt es noch die historischen Häuser, die typisch für das Osmanische Reich gewesen sind. Göynük ist empfehlenswerter, hier kann man den Turm besichtigen, wo man einen wunderbaren Blick auf das Städtchen hat. Am besten sollte man dort am späten Nachmittag hoch. Wer Göynük gesehen hat, kann Mudurnu auslassen.

Drohnenaufname mit der Mavic 2 Pro

Bei meinem letzten Versuch, Yedigöller zu sehen, habe ich meine Drohne im Einsatz gehabt. Der Wald im Schnee hat sich dafür sehr gut angeboten. Leider hielt die Freude nicht lange, da sich meine Drohne im Baum verfangen hat. Am darauffolgenden Tag konnte ich sie jedoch auf dem Boden finden.

 

Als Unterkunft kann ich das Hampton by Hilton empfehlen. Nicht empfehlenswert, trotz guter Räumlichkeiten, ist das Karpalas Hotel. Es finden sehr häufig Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Konzerte statt, so dass man keine Ruhe findet.

Sightseeing

    • Abant (See)
    • Mudanya (Osmanische Stadt)
    • Göynük (Osmanische Stadt mit Aussicht)
    • Gölcük (See im Wald)
    • Yedigöller (Sieben Seen im Wald)
    • Seben Yaylalari (Almen)

 

Essen

    • Yogurtlu Gözleme (Gözleme mit Yoghurt) im Kubbealti


railway-market-mae-klong

Bangkok (Südoastasien)

Meine zweite Station nach Hanoi (Vietnam) war Bangkok in Thailand. Eine Metropole mit über 8 mio. Einwohnern und allen möglichen Volksgruppen. Ein bisschen erinnerte mich Bangkok mit seinem Verkehrsproblem an Istanbul. Man kann den Skytrain oder per Schnellboot in den Kanälen von A nach B kommen. Dennoch sollte man seinen Tagesablauf hier etwas genauer planen, da die Sehenswürdigkeiten weit voneinander entfernt liegen, und man dort kaum Metro-Anbindung hat. Ich hatte in einem Blog vorab gelesen, dass man quer durch die Stadt fahren kann, und das nicht einmal 200 Baht kosten sollte. Touristen kommen dafür nicht mal ein paar Kilometer weit 🙂

Hektik der Stadt

Folgendes ist innerhalb von zehn Metern passiert. Ein Passant stößt eine Fliese kaputt, eine Kakerlake läuft mir entgegen. Dann stößt mir jemand versehentlich seinen Ellbogen in meine Rippen, worauf ich gegen den Allerwertesten einer Frau stoße. Es gibt leider viele Baustellen und enge Wege, die überlaufen sind.

Lumphini-Park

Was mir am meisten in Bangkok gefallen hat, war der Lumphini-Park. Als Konstrast zu hektischen Stadt hat man dort Ruhe und kann den See bei Sonnenuntergang genießen. Viele nutzen den park, um joggen zu gehen. Als ich vor Ort gewesen bin, hat einer Beatbox gemacht und die Leute zu Aerobic animiert. Ich schätze, das waren um die 100, die dann mitgemacht haben. Die Steps schienen bekannt, daher gehe ich davon aus, dass das regelmäßig stattfindet. Abends um 18 Uhr ertönt aus den Lautsprechern die Nationalhymne, während dessen die Menschen dann stehen bleiben.

Shopping

Wer shoppen möchte, kommt hier auf seine Kosten. Für jede Einkommensgruppe gibt es hier alles nur erdenkliche zum kaufen. Dienstleistungen eingenommen. Der Standverkäufer fragt erst, ob man Gemüse möchte, danach, ob man Sex möchte. Wenn man durch die Straßen schlendert, passiert man auch Massagesalongs. Liegende Touristen, denen die Füße massiert werden. Vor diesen Läden sitzen 10-15 Frauen und rufen Massage, Massage 🙂 Wer andere Dienstleistungen in Anspruch nehmen möchte, wird hier auch sehr einfach fündig. Die “Damen” sehen weiblicher aus als echte Frauen und haben meist eine tiefere Stimme als Männer 🙂

Riesige Shopping-Malls bieten auch teure Marken. Es gibt auch eine Mall, die Imitate für einen niedrigen preis anbieten. Auf den Straßen kann man auch China-Müll kaufen. Es gibt Produkte, auf die sollte es eine Müllsteuer geben. Die Welt wird mit Plastikzeugs zugemüllt, hauptsache man produziert etwas.

Bangkok ist auch nicht so günstig, wie man immer wieder hört. Eine Mahlzeit kostet schon ca. 10-15 Euro. Wer jedoch einen Anzug kaufen schneidern lassen möchte, der kommt sicher günstiger herum, als wenn er dies in Deutschland tut.

Straßenessen

Um Straßenessen kommt man in Bangkok nicht herum. Das sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Frisches Obst oder Ggrilltes wird überall angeboten. Bei 35°C ist eine kühle Scheibe Wassermelone oder Mango sehr erfrischend. Man sollte die Hitze nicht unterschätzen und viel trinken. Das Essen liegt dann teils auf dem Boden, das lockt natürlich Ratten an. Ich habe so einige gesehen, daher sollte man möglichst drauf achten, dass das Essen im Kühlschrank ist, oder nicht tiefer als Kniehöhe.

Mae Klong

Von Bangkok aus habe ich mit dem Bummelzug eine Tagestour nach Mae Kong und Amphawa gemacht. Die Fahrt nach Mae Klong ist leider nur mit umsteigen möglich. Die Erste Klasse kostet wegen der Klimaanlage 25 Baht, die Zweite Klasse nur 10 Baht. Man sollte die erste Bahn des Tages nehmen, da man sonst den Anschluss nicht bekommt. Ich musste dann mit einem Shuttle fahren, was aber auch nicht schlimm war. In Mae Klong erwartet einen dann der bekannte Railway Market. Ein Markt, der Platz machen muss, wenn der Zug einfährt.

Amphawa

Von Mae Klong kommt man mit einem Shuttle nach Amphawa in ca. 15 Minuten. Ehrlich gesagt, war ich etwas enttäuscht. Es gab einen Markt, aber nicht auf dem Fluss. Ich hatte mich vorab informiert und hatte den Besuch auf das Wochenende gelegt. Dennoch kann man hier ca. 2 Stunden verbringen. Um den Fluß herum gibt es vieles, das man probieren kann und auch im Dorfzentrum gibt es Stände, die allerlei zum Essen anbieten.

Von Amphawa fahren Mini-Busse für 200 Baht zurück nach Bangkok. Die Hinfahrt war schon rumpelig mit dem Zug, aber die Rückfahrt war nicht zu toppen. Die Straßen sind in einem ziemlich schlechten Zustand, das geht schon extrem in den Rücken, wenn man bei jeder Brücke teils aus dem Sitz geschleudert wird. Gedauert hat die Fahrt bis zur ersten Metro-Station “Bang Wa” knapp 2 Stunden.

Erster Aufenthalt (7 Nächte)

08.02.2019 / IST – HAN / Turkish Airlines / Delicacy Hotel & Spa
13.02.2019 / HAN – BKK / Vietnam Airlines / Solitaire Sukhumvit 11
17.02.2019 / BKK – SIN / Cathay Pacifics / M Hotel
21.02.2019 / SIN – KUL / Malindo Air / Ascott Hotel
23.02.2019 / KUL – IST / Turkish Airlines

Sightseeing

    • Lumphini Park
    • Siam Square, Central World, MBK (Einkaufszentren)
    • Erawan Schrein
    • Königspalast
    • Golden Mount, Wat Pho, Wat Arun (Tempel)

In der Nähe

    • Mae Klong Zugmarkt
    • Amphawa Flussmarkt

Essen

    • Street Food
    • After You (Strawberry Cheesecake / Shibuya Honey Toast)
    • The Coffee Club (Signature Iced Coffee)


Boot in Trang An

Hanoi (Südostasien)

Nach Japan/Südkorea im Jahr 2018 war das meine zweite Reise nach Fernostasien. Ich hatte beschlossen, lediglich die Großstädte in einigen wenigen Ländern zu besuchen. Dafür hatte ich genau 2 Wochen vorgesehen. Nachdem ich dann Singapur, Bangkok und Kuala Lumpur gebucht hatte, habe ich gemerkt, dass ich relativ viel Zeit an diesen Orten verbringe, daher habe ich die Buchung dann etwas angepasst und Hanoi noch hinzugefügt. Im Nachinein war das auch die richtige Entscheidung.

Allein in Vietnam kann man jedoch mehrere Wochen verbringen. Das Land hat sehr viel zu bieten. Selbiges gilt für Thailand. Südostasien bzw. Asien insgesamt gefällt mir sehr gut und kann ich als Reiseziel daher empfehlen. Asiaten sind ein sehr freundliches Volk. Immer hilfsbereit und sehr nett.

In erster Linie verbinden die meisten Vietnam mit dem Vietnam-Krieg. In den 70ern haben die USA mit einem scheinheiligen Grund das Land jahrelang bombardiert. Auch auf Grund der Entfernung ist Vietnam als Reiseziel ein Exot. Beispielsweise steht in Hanoi kein Eiffelturm oder sonstige herausragenden Sehehswürdigkeiten, aber dennoch hat dieses Land wegen den freundlichen menschen und der wunderschönen Natur viel zu bieten.

Das Leben auf der Straße

Ich kenne das von meiner eigenen Kultur, aber in Vietnam leben die Menschen tatsächlich auf der Straße. Ich bin durch Gassen gelaufen, fernab von Touristen. Die Einheimischen bringen ihren Gasgrill und ihr Geschirr vor die Tür und kochen dort. Gegessen wird dann mit der gesamten Familie. Ich hatte das Gefühl, man könne sich vor jedem Haus hinsetzen und Essen bestellen. Man kann in die Häuser reinschauen. Genau wie die Menschen, sind auch die Behausungen eher einfach gehalten. Meistens sind das ein Zimmer breite, und 2 Stockwerke hohe kleine Häuser. Der Eingang besteht aus einem großen Zimmer mit allen Kochsachen, einer Couch und einem Fernseher. Ich vermute, dass hinten das WC und oben das Schlafzimmer ist.

Mopeds

Die Altstadt von Hanoi bietet so viele Straßen und Gassen, dass man hier Tage lang laufen kann. Angrenzend zur Altstadt ist der See und das Französiche Viertel. In einem Blog hatte ich vorab gelesen, dass Gehwege nur für Stühle und Mopeds gemacht sind. Und tatsächlich, auf den Gehwegen sind lauter geparkte Mopeds oder kleine Plastikstühle für Besucher. Als Fußgänger muss also auf die Straße ausweichen, auf dem gefühlt Millionen von Mopeds sich wimmeln. Am besten kommt man durch den Verkehr, wenn man sich eine Lücke sucht und wichtig – den Blickkontakt zu den Mopedfahrern vermeidet. Dadurch vermeidet man Missverständnisse. Bei einem Moped konnte ich den Fahrer nicht mehr erkennen, ganze 5 Personen waren drauf 🙂

Ninh Binh / Trang An

Eine Aussicht auf die gigantische Berglandschaft erhält man bereits im Flieger. Als wir die Berge überflogen haben, war ich trotz 10 Stunden Flug voller Vorfreude. Ninh Binh liegt knapp 2 Stunden südlich von Hanoi entfernt. Am besten zu erreichen mit dem Zug oder per Reisebus. Dort angekommen ist eine Bootsfahrt ein Muss. Ich habe Tour2 gewählt. Mit kleinen Booten erhält man zwischen Kalkfelsen und Grotten einen tollen Eindruck. Diese Bootsfahrt war so das beste dieser Südostasien-Reise. Während dessen habe ich auch beschlossen, erneut in den Vietnam reisen und mehr vom Land sehen zu wollen.

Während der Bootstour wurde ich von vielen aus den anderen Booten gegrüßt. Bei Stopps haben einige sofort das Gespräch gesucht und gemeinsame Fotos gemacht. Wir haben mit einem anderen Boot um die Wette gepaddelt. Ich war ehrlich gesagt sprachlos und glücklich, weil ich mich mich sehr wohl gefühlt habe inmitten von Unbekannten.

Hotel

Ich habe erst am dritten Tag bemerkt, dass ich meine Kreditkarte verlegt habe. Vermutlich habe ich die Karte bei der ersten Nutzung direkt am Flughafen in Hanoi verloren. Das habe ich der Hotel-Rezeption mitgeteilt. Die haben dann sofort am Flughafen und in der Bank angerufen. Daraufhin habe ich die Karte in Deutschland gesperrt. Am darauffolgenden Tag wusste das gesamte Personal bescheid. Ich wurde darauf angesprochen, ob ich die Karte wieder gefunden hätte und ob sie jemand benutzt hätte, und wie ich denn ohne Kreditkarte auskommen würde, und ob sie mir helfen können.

Das mittelgroße Hotel kann ich wirklich sehr empfehlen. Das Personal ist äußerst freundlich und hatte mich mit Saft und Obst empfangen, was nach dem langen Flug sehr gut getan hat. Für den Ausflug nach Ninh Binh haben sie mir bei der Planung geholfen und bei Reiseanbietern angerufen und mir ein Busticket besorgt. Es war wie eine VIP Betreuung, die ich so bisher noch nirgendwo hatte.

Erster Aufenthalt (7 Nächte)

08.02.2019 / IST – HAN / Turkish Airlines / Delicacy Hotel & Spa
13.02.2019 / HAN – BKK / Vietnam Airlines / Solitaire Sukhumvit 11
17.02.2019 / BKK – SIN / Cathay Pacifics / M Hotel
21.02.2019 / SIN – KUL / Malindo Air / Ascott Hotel
23.02.2019 / KUL – IST / Turkish Airlines

Sightseeing Hanoi (Vietnam)

    • Altstadt
    • Hoan-Kiem-See
    • Nachtmarkt am Wochenende
    • Ho Chi Minh Mausoleum
    • Literaturtempel
    • Phung Hung Straße (Eisenbahn)

 

In der Nähe

    • Ha Long Bucht (Nähe Hanoi)
    • Nin Binh, Tran An, Tam Coc (Nähe Hanoi)

 

Essen

    • CaFe29 (Cold Vietnam Coffee, Tran Nhan Tong 29, Hanoi)

Hinweise

    • Taxifahrer am Flughafen wollten in die Stadt knapp 35 Euro, obwohl im Internet von knapp 20 Euro die Rede war.
    • Vorsicht ist auch bei den Minibussen geboten. Der Preis hängt vom Handlungsgeschick des Fahrgasts ab. Preise zwischen 3 und mehr als 10 Euro sind möglich.
    • Mit der Linie 7 kommt man in die Nähe der Altstadt. Gekostet hat das 8000 Diong und hat etwa eine Stunde gedauert. Ich hatte zwar eine andere Route und Endstation erwartet, aber unterwegs erhält man einen Eindruck über das Land und Leute. Weiter bin ich dann mit einem kleinen Taxi gefahren.
    • Es gibt unterschiedliche Preiskategorien bei den Taxis. Manche verlangen 7000 Diong pro 1000 Meter, manche 5000 Diong, aber pro 500 Meter. Die Preise findet man auf den Scheiben.
    • Bei der 3 stündigen Bootstour sollte man sich die Nummer des Boots merken, weil man später aussteigt und wieder das eigene Boot zwischen all den anderen finden muss. Man sollte sich vorab auch was zu trinken besorgen und eine Hutbedeckung mitbringen, falls die Sonne scheint. Auf dem Boot kann man auch Kleinigkeiten wie Obst oder Studentenfutter essen und den anderen anbieten.
    • Nach der Bootstour kann man mit dem Taxi in das 3 km entfernte Mua Cave fahren. Das dauert 10 Minuten und kostet 50.000 Diong.
    • Im Gegensatz zu Deutschland sind Busse und Bahnen pünktlich. Man sollte daher nicht zu spät erscheinen. Die Minibusse bieten WiFi an.
    • Als beste Zeit für Hanoi und Umgebung wurde mir im Hotel der Oktober genannt.
    • Unter der Woche ist Hanoi nicht ganz so lebendig, daher schlage ich vor, den Besuch auf das Wochenende zu legen.
    • Statt Touren im Internet oder im Hotel sollte man vor Ort in Reiseagenturen einfache Bustickets nach Ninh Binh kaufen. Am besten 1-2 Tage im voraus. Hin und zurück kostet das knapp 10 Euro. Für (unnötige) Touren zahlt man um die 100 Euro.


Häuser in Sarajevo

Sarajevo

Aufbau der Stadt

Das in Kantone aufgeteilte Bosnien hat etwas mehr als 3.5 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt ist Sarajevo, abgeleitet vom osmanischen Namen Saraybosna, und hat mit ihren umliegenden Gebieten knapp 600.000 Einwohner. Zwei Drittel der Bevölkerung sind Muslime, zweitgrößte Gruppe bilden katholische Kroaten, gefolgt von orthodoxen Serben. An dieser Aufteilung erkennt man bereits die multi-ethnische Struktur. Das spiegelt sich in der osmanischen Altstadt von Sarajevo, genannt Bascarsiya wider. Kirche, Synagoge und die Moschee sind im Umkreis von wenigen Metern. Das wurde im Osmanischen Reich so genehmigt und wünscht man sich auch heute. Die Stadt ist durch eine Markierung auf dem Boden “getrennt”. Während sich im Osten die osmanische Altstadt befindet, hat man im Westen das moderne Stadtzentrum. Als drittes gibt es etwas außerhalb der Stadt einen sowjetisch geprägten Stadtteil.

Sarajevo ist sehr überschaubar und zieht sich von Westen nach Osten hin in die Länge. Inmitten von Wald sieht man auf drei Seiten Häuser auf den Halbhöhenlagen. Bosnien insgesamt ist sehr grün mit vielen bergigen Wäldern. Mich erinnert das etwas an die Schweiz. An Stelle des Kirchturms ragt hier eben die Minarette in die Höhe.

Jugoslawien-Krieg

1984 fanden hier noch die Olympischen Winterspiele statt. Dennoch wird Bosnien in meiner Generation lediglich mit dem Jugoslawien-Krieg assoziiert. Und tatsächlich, auch 20 Jahre nach Kriegsende sieht man Einschusslöcher an fast allen Gebäuden. Es ist eigentlich unfassbar, was sich hier noch vor kurzer Zeit ereignet hat. Menschen sind zwar höflich und hilfsbereit, doch glücklich wirken sie nicht wirklich. Man spürt also die Nachwirkungen des Krieges auch heute noch. Teilweise begegnen Frauen ihren Peinigern regelmäßig im Alltag.

Alle Welt hat zugesehen, wie Sarajevo 4 Jahre lang durch Serbien von der Außenwelt abgeschnitten und bombardiert wurde. Als man die Serben zum Rückzug zwingen konnte, kam von den USA die Order, sie nicht weiter zu verfolgen und den Krieg zu beenden. UN-Soldaten aus den Niederlanden schreiben abwertige Parolen über Bosnierinnen, zu deren Schutz sie eigentlich verpflichtet waren. Beim Völkermord in Srebrenica schauen diese lediglich zu, wie über 8000 Muslime getötet werden.

Ausbruch des Ersten Weltkrieges

Im Juli 1914 wurde hier Franz Ferdinand und seine Gemahlin bei einem Attentat erschossen, was zum Ersten Weltkrieg führte. Zunächst explodierte eine Bombe in der Nähe seiner Kutsche. Anschließend im Rathaus unterbrach er die Rede des Bürgermeisters mit den Worten, dass man in dieser Stadt mit Bomben beworfen wird. Auf der Rückfahrt wurde er und seine Frau dann von einem Serben mit einer Pistole erschossen.

Kulturelles

Es ist ungewöhnlich, blonde Moslems zu sehen. Man erwartet erfahrungsgemäß eher dunkle Hauttypen :-). Musliminnen sind ziemlich modern gekleidet, was ich positiv finde. Auch Frauen im mittleren Alter sind modern gekleidet. Das Zusammenleben zwischen Mann und Frau ist unterschiedlich zur Türkei. Frauen sitzen locker in der Moschee, haben einen eigenen Bereich, der aber nicht mit einem Sichtschutz versehen ist. Auffällig ist, dass die Bevölkerung sehr jung ist, was sicherlich mit dem Krieg zusammenhängt. Englisch wird hier zumindest in der Gastronomie kaum gesprochen.

Vor Ort

Bereits im Mai 2016 hatte ich Sarajevo gebucht, musste aber verschieben, da man mir wenige Wochen zuvor am Flughafen meine Tasche samt Ausweispapieren entwendet hatte. Das Wetter im September war anfangs etwas unbequem, aber die Temperatur nahm dann stetig zu und erreichte angenehme 25°C.

Der Lebensunterhalt ist hier für europäische Verhältnisse günstig. Der Währungskurs ist im Vergleich zum Euro fix. Für 5 Bosnische Mark kann man hier eine gute Mahlzeit zu sich nehmen. Für knapp 2,50 BM gibt es Nachspeise mit Getränk. Spezialität des Landes ist Cevapcici und Börek, was man sich nicht entgehen lassen sollte. In den Highlights habe ich beschrieben, wo diese am leckersten sind.

Am meisten hat mir die knapp 3 km lange Allee gefallen, die zum Ursprung des Flusses Bosnien führt. Man kann hier herrlich die saubere Luft und Ruhe genießen. Weitere interessante Orte sind der Wasserfall in Kravice und kleinere Ortschaften mit Burgen und Moscheen im osmanischen Stil mit herrlichem Blick auf die Landschaft.

Es werden Touren angeboten, manche davon auch kostenlos, wobei man am Ende doch etwas Trinkgeld gibt. Es lohnt sich, solch eine Tour zu machen, da die Stadt schon allein der beiden Kriege wegen viel zu erzählen hat.

Erster Aufenthalt (7 Nächte)

18.09.2016 / IST – SJJ / Turkish Airlines
25.09.2016 / SJJ – IST / Turkish Airlines
Unterkunft: Nice Apartment (außerhalb)

 

Zweiter Aufenthalt (3 Nächte)

31.10.2018 / IST – SJJ / Turkish Airlines
03.11.2018 / SJJ – IST / Turkish Airlines
Unterkunft: Hotel One City Diamond

Sightseeing

    • Bascarsija (Zentrum)
    • Grabmal Izzetbegovic
    • Zuta tabia (Aussicht)
    • Galerija 11/07/95 (Kriegsmuseum)
    • Vrelo Bosna (Ursprung des Flusses)
    • Tunnel
    • Trebevic (Aussicht)

 

In der Nähe

    • Mostar
    • Travnik
    • Igman (Natur)
    • Konjic

 

Essen

    • Pizzeria Ago (Pizza)
    • Buregdzinica Bosna (Börek)
    • Hodzic (Cevapci)
    • Cream Shop (Krema Pita)
    • Marshall’s Gelato (Eiskrem und Nachspeise im Glas)


Kettenbrücke und Parlament

Budapest

Budapest gehört zu meinen Top 3 der Kategorie Stadt. Ich hatte mich vorab kaum informiert, wusste aber, dass die Stadt ursprünglich aus zwei Städten besteht: Buda und Pest. Der Flug begann mit einer fast einstündigen Verspätung der Eurowings-Maschine und endete mit vielfachen Blitzstößen und rauem Wetter ziemlich holprig. Ich hatte gehofft, dass die Stadt das wieder wett macht. Und so kam es dann auch. Budapest hat mich in vieler Hinsicht positiv überrascht.

Aufbau der Stadt

Ungarn zählte bis 1989 zu den Sozialistischen Staaten. Da ich bisher keines dieser Länder besucht hatte, war ich mir nicht sicher, was mich erwartete. Auffällig sind die Wohnkomplexe mit wunderschönen Fassaden. Ich liebe historische Altstädte. Zwar sind viele Gebäuden baufällig, aber dennoch kommt man hier auf seine Kosten. Ich kann mir nicht vorstellen, wie viele Hunderte Millionen Euro das in der heutigen Zeit kosten würde, solche Gebäuden zu errichten. Und in Budapest gibt es jede Menge davon.

Was mich in Budapest besonders fasziniert hat, war die Vielfältigkeit. Auf Grund des Putschversuches in der Türkei war ich notgedrungen mehr als geplante 4 Tage in Budapest. Dennoch kam bei mir keine Langeweile auf, da es vie zu entdecken gibt. Pest ist dünner besiedelt und ist daher mit vielen Bäumen ein grüneres Stadtviertel. In Buda hingegen leben mehr Menschen, dennoch sind reichlich Grünflächen, Parks und Plätze vorhanden.

Die Donau wird genutzt, um Touristen Bootstouren anzubieten. Am Ufer entlang kann man längere Spaziergänge machen. Jede einzelne Brücke ist eine Attraktion. Den besten Blick darauf und auf die komplette Stadt hat man von der Freiheitsstatue, dem höchsten Punkt der Stadt auf Pest-Seite.

Trotz der doch vielen Einwohner ist die Stadt nicht überfüllt. Besonders angenehm fand ich das Burgviertel, das wie ein kleines Dorf ist, wenige Restaurants und eine unterschiedliche Atmosphäre mit Aussicht bietet, und die Margareteninsel in der Donau, das wie ein Waldstück Laufwege für Jogger besitzt. Man kann hier direkt an der Donau sitzen und die Sicht auf die Brücken und das Parlament genießen.

Für Fotografie-Begeisterte ist die Friheitsstatue ein besonders geeigneter Spot. Insgesamt ist Budapest extrem geeignet für Nachtfotografie. Die Brücken und das Parlament sind hervorragend beleuchtet und bieten zu Sonnenuntergang zusammen mit den vorbeifahren Schiffen ein tolles Motiv. Daher empfiehlt es sich, das Stativ einzupacken.

Verpflegung

Essen/Trinken ist als Moslem nicht immer einfach, weil die Auswahl in einem nicht-muslimischen Land doch eher überschaubar ist. Das war bereits in Island eine Herausforderung für mich als Köfte-Liebhaber. In Ungarn ist neben Langos und Spongecake natürlich Gulasch die bekannteste Spezialität. Es gibt viele türkische Restaurants im äußeren Ring der Stadt. Ansonsten haben Burger-Läden, die für (notgedrungene) Vegetarier lediglich Käse-Burger servieren, und italienische Restaurants in der Stadtmitte die Oberhand. In der Nähe meines Apartments gab es einen Belgischen Waffelladen. Da ich bereits während meines Belgien-Aufenthalts zuvor Belgische Waffeln verschlungen habe, war ich natürlich überglücklich, und gehörte schnell zur Stammkundschaft. Insgesamt ist die Essenskultur jedoch nicht so vielfältig. Meist sind es nur Bars, die Essen anbieten. Wo man am besten essen kann, habe ich in den Highlights notiert.

Anfahrt

Weg vom/zum Flughafen: Es empfiehlt sich am Flughafen nur wenige Euro für die Fahrt in die Stadt zu wechseln. Die Tickets kann man entweder am Automaten, an der Bushaltestelle, oder in einem Kiosk holen. Pro Ticket zahlt man 350 Forint. Umsteigetickets kosten 530 Forint. Mittlerweile gibt es Busse, die direkt ins Stadtzentrum fahren. Die Fahrt dauert knapp 1 Stunde.

Wissenswertes (Wikipedia) über Ungarn/Budapest: Seit 1999 ist Ungarn Mitglied der NATO und seit 2004 Mitglied der Europäischen Union. Die Hauptstadt des Landes ist Budapest. Sie ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt Ungarns. Mit über 1,7 Millionen Einwohnern ist Budapest die neuntgrößte Stadt der EU. Gegründet wurde sie am 17. November 1873. 

Erster Aufenthalt (11 Nächte)

13.07.2015 / STR – BUD / Eurowings
24.07.2015 / BUD – IST / Turkish Airlines
Unterkunft: Novotel + Lord Residence

 

Zweiter Aufenthalt (4 Nächte)

07.07.2018 / IST – BUD / Turkish Airlines
11.07.2018 / BUD – IST / Turkish Airlines
Unterkunft: Real Apartments Kertesz

Sightseeing

    • Zentrum
    • Parlament
    • Fischerbastei
    • Szechenyi Heilbad
    • Burgviertel
    • Zitadelle (Aussicht)
    • Kettenbrücke
    • Margeret Insel

 

Essen

    • Cucina (Pizza + Gnocchi)
    • WaffaLab (Belgische Waffeln)