Tokio

Über Japan habe ich bereits in einem anderen Post berichtet. In diesem Beitrag geht es konkret über Tokio. Natürlich gibt es Überschneidungen und Ergänzungen, daher lohnt es sich, beide Beiträge zu lesen.

Tokio

Tokio ist die größte Stadt der Welt. 35 Millionen Menschen leben in und um die Stadt. Strukturell besteht Tokio nicht nur aus einem einzigen Stadtkern, sondern aus mehreren Vierteln. Wobei jedes Viertel sein eigenes Zentrum hat und sehr unterschiedlich sein kann. Ähnlich wie Istanbul, wobei Istanbul mit 16 Millionen Einwohnern ziemlich chaotisch ist. Tokio aber ist absolut strukturiert und geordnet. Menschen sind extrem diszipliniert. Anders würde das System auch nicht funktionieren. Ich selbst liebe Ordnung. Und eigentlich wäre es auch total ruhig, wenn nicht diese Spielsalons und Automaten wären 🙂 Von irgendwo hört man immer eine Stimme sprechen. Ob es der Kaffeeautomat ist, der Fahrkartenautomat, oder die Durchsage in der Metro-Station – ganz ruhig ist es nie. Tokio ist dennoch einer meiner Lieblingsstädte. Es ist eine sichere Stadt. Das wurde mir von mehreren Einheimischen auch bestätigt.

Wohnungen

Da die Stadt nicht mehr viel Platz zu bieten hat, leben die meisten in Wohnungen zwischen 20-25m². Das ist für unsere Verhältnisse extrem wenig. Meist hat man ein einziges Zimmer, das sowohl Schlaf- als auch Wohnzimmer ist, und ein WC. Eine Küche existiert nicht wirklich – eine Küchenzeile reicht vollkommen aus. Das liegt daran, dass draußen gegessen wird, Man muss daheim nichts zubereiten, nicht einmal für einen Picknick. Supermärkte wie Family Mart oder 7Eleven bieten alles. Warme Mahlzeiten, Toasts, gekochte Eier, warme Getränke… fast alles gibt es in abgepackter Form. Freunde trifft man draußen. Daher ist eine größere Wohnung nicht unbedingt nötig. Es gibt sogar Hochhäuser, wo die Autobahn durchgeht. Tokio bietet eben insgesamt zu wenig Platz.

Viertel

Als Tokio Zentrum kann man den Bereich um den Hauptbahnhof bezeichnen. Ein Zentrum, wie wir ihn als solches kennen, ist es aber nicht. Man muss daher von Viertel zu Viertel, um die Stadt gesehen zu haben.

  • Ginza beispielsweise besteht aus vielen Nobelmarken. Hier steigen auch eher elegant gekleidete Personen aus eleganten Autos aus 🙂
  • Akihabara ist das Mekka für Elektrosachen. Hier blinkt einfach alles. Wer nach Ersatzteilen oder Elektrogeräten sucht, wird hier fündig.
  • In Ueno gibt es neben dem großen Park mit selbigem Namen Essensmöglichkeiten ohne Ende. Hier kann man durch die Straßen schlendern und sich das Essen in kleinen Lokalen aussuchen.
  • Asakusa ist ein traditionelles Viertel. Auf dem Weg zum bekannten Asakusa-Schrein läuft man an Geschäften vorbei, die traditionelles Essen oder Güter verkaufen.
  • Jimbo-cho ist ein Viertel, das viele Buchhandlungen besitzt. Hier findet man kaum Touristen, sondern eher Einheimische, und daher einen Besuch wert.
  • Shinjuku ist ein eher moderneres Viertel. Man sollte sich den anliegenden Park Gyoen Park nicht entgehen lassen. Kostet zwar Eintritt, aber es lohnt sich. Man kann hier auch einen Nachmittag mit Picknick verbringen. Auf dem Weg zur Jingu Gaien Gingko Allee, die im November gelb leuchtet, kommt man am neuen Nationalstadion entlang. Leider konnte man nicht hinein, aber man konnte dennoch in der ersten Etage um das Stadion herumlaufen und die Aussicht genießen.
  • Shibuya kennt man eventuell daher, dass das die belebteste Kreuzung der Welt ist. Es gibt insgesamt 6 Übergänge für Fußgänger. Eine Minute lang laufen hier Menschen wie ein Ameisenhaufen von einer Straßenseite zur anderen und überkreuz. Gestoßen wird man aber auch trotz der Menschenmenge trotzdem nicht. Es lohnt sich, Videos über die Shibuya-Kreuzung anzuschauen, um einen Eindruck davon zu erhalten. Abgesehen hiervon bietet das Viertel extrem viel Einkaufsmöglichkeiten.
  • Shimbashi ist ein altes Viertel mit vielen engen Gassen. Abends ist es sehr belebt. Einheimische gehen hier abends trinken und essen.
  • In Nihonbashi sind viele Unternehmen. Hier leben hauptsächlich Locals, die zum gehobenen Mittelstand gehören.

Hakone

Im Waldgebiet Hakone hat man Sicht auf den Fuji Berg, dem Wahrzeichen Japans. Hakone liegt mit dem Zug knapp 2.5 Stunden südwestlich von Tokio. Eine Tagestour kann man machen, aber wegen der langen Fahrt und den kurzen Tagen nicht zu empfehlen. In Hakone kann man wandern, am Ashi-See spazieren, oder in einem Onsen (Thermalbad) relaxen. Mit dem Schinkansen an der Station Odawara aussteigen. Von dort kann man dann mit dem Bus weiterfahren.

Nikko

Nikko ist auch ein Waldgebiet, das sich im November in unterschiedlichen Farben präsentiert. Die Anfahrt ist etwas komplizierter. Man kann jedoch mit dem Shinkansen bis Utsounomiya fahren, von dort mit dem Zug nach Nikko, und von dort dann mit dem Bus bergauf fahren, so dass man bergab dann wandern und am Ende die Ryuzu-Wasserfälle und den Chuzenji-See und auch den Kegon-Wasserfall besichtigen kann. Eventuell muss man am Busbahnhof am Chuzenji-See jedoch umsteigen. Ich habe für die Hinfahrt 3.5 Stunden benötigt. Daher sollte man die Reise sehr früh antreten oder vor Ort in der Nähe übernachten.

Miura

Miura habe ich mit einer Meetup-Gruppe als Tagesausflug besucht. Es fährt ein lokaler Zug direkt nach Misakiguchi. Von dort kann man im Zipfel wandern. Man sieht dort rauhe Küste, Strand, das Meer, und bei gutem Wetter auch den Fuji-Berg, der knapp 85 km entfernt liegt.


Japan

Da ich die letzten Jahre oft geflogen bin, hatten sich Meilen angesammelt, die ich verwerten musste. Daher hatte bereits ich Ende 2021 einen Flug nach Japan gebucht – für Ende Oktober 2022. So weit im voraus kann man gar nicht wirklich planen. Eine Woche vor Abflug wollte ich den Flug aber verschieben. Ich hatte mich zuvor vergewissert, dass die Möglichkeit bestand. Aber diesmal sagte die Dame am Telefon, dass eine Verschiebung nicht wirklich möglich sei. Binnen einer Woche habe ich dann Hotels, eine Zwischenstation und den Rückflug organisiert. Ich habe es wirklich nicht vermisst, nach Flügen und Hotels zu suchen. Die Portale sind heute sogar schlimmer als vor Corona. Eine Zwischenstation zu finden war auch nicht so einfach, da beispielsweise Hongkong immer noch eine Nulltoleranz-Politik fährt, und man alle zwei Tage einen PCR Test machen muss. Andere Ziele wie Singapur kamen saisonbedingt nicht in Frage. Die Wahl fiel also auf Bangkok, wo ich ebenso bereits gewesen bin.

Japan

Japan hat 125 Millionen Einwohner und besteht aus mehreren Inseln mit unterschiedlichen Klimazonen. Während man im Norden Ski fahren kann, kann man im Süden am Strand schwimmen. Egal, ob man im Wald wandern, Berge besteigen, Ski fahren, Strandurlaub machen, Tradition oder Modernes sehen möchte, Japan bietet all das. Zu Beginn mag alles es etwas komplex erscheinen, aber man bekommt schnell den Dreh raus, wie alles funktioniert. Alles ist einfach gehalten und beschrieben. Man findet alle Informationen, die man sucht. Wenn man sie nicht gefunden hat, hat man nicht genau gesucht,

Beste Reisezeit

Man kann Japan zu unterschiedlichen Jahreszeiten besuchen. Der Charme im April liegt darin, dass die Kirschblüten aufgehen. Die Termine werden zuvor ermittelt und diese Blütezeit (Sakura) zieht durch das gesamte Land. Im November färben sich die Bäume in unterschiedlichste Farben. Wenn es etwas kälter ist, kann man auch Schneeaffeen sehen, oder in einem Onsen entspannen. Ich empfehle, auch mal in einem Ryokan (traditionelle Unterkunft mit Matratze auf dem Boden) zu übernachten.

JR Railpass

Der JR Railpass Ist nicht wirklich günstig. Ich habe 2022 für einen 7-tägigen Railpass 200€ gezahlt. Im Ausland aber günstiger als wenn man ihn in Japan kauft. Es gibt ihn für 7, 14 und 21 Tage. Man bekommt einen Gutschein für den Railpass, den man dann in Japan einlösen muss. Meist sind es die 7 und 14 Tage, zwischen denen man sich entscheiden muss. Daher muss man auch die eigene Reiserei vorab etwas planen. Wenn man Tagestouren oder Fahrten mit dem Shinkansen plant, sollte man diese so legen, dass sie in die Gültigkeitsphase liegen.

Es gibt Fahrten, die sind mit den lokalen Zügen doch etwas bequemer als den Umweg mit dem Schinkansen. Für die ist der Railpass aber nicht unbedingt gültig. Er hat noch eine weitere Einschränkung. Den Nozomi und Mizuho darf man damit nicht fahren. Das sind schnellere Shinkansen. Die brauchen für die Strecke Tokio-Osaka 30 Minuten weniger. Das tut aber nicht wirklich weh. Umständlich wird dadurch nur das Buchen. In den Links verweise ich auf eine Seite, wo man bei der Ticketsuche diese beiden Shinkansen ausschließen kann, was bei Google Maps nicht geht. Zur Rush Hour lohnt sich eine Sitzplatzreservierung. Die kann man mittlerweile auch an bestimmten Automaten machen. Mit dem JR Railpass kann man in Hiroshima kostenlos den Hop-On-Bus verwenden.

Passmo vs. Suica (Metro-Karte)

Das Schienensystem in Japan ist nicht ganz so einfach. In Tokio gibt es drei Metro-Anbieter. Für jede müsste man sich ein eigenes Ticket kaufen. Daher habe ich mir eine Passmo-Karte gekauft. Im Grunde besteht der Unterschied der beiden Karten in der Pfandrückgabe. Ist also eigentlich egal, welche ihr kauft. Beide Karten sind gültig für die Metro aller Anbieter in Tokio. In Osaka habe ich diese Karte auch verwendet. Ist also praktisch und empfehlenswert.

Geldwechsel

Yen bekommt man mit einer guten Rate überraschend im Flughafen. Ansonsten ist der Anbieter World Beim Geldwechsel sieht man 5 Stempel auf dem Schein. Daran merkt man, dass die Transaktion von so vielen unterschiedlichen Angestellten geprüft wurde. Das Geld wird einem mit beiden Händen und sehr sorgfältig übergeben, als würde es gleich in Tausend Stücke brechen. Das zeigt, wie viel Wert Japaner dem Menschen gegenüber zeigen. Das finde ich in diesem Land einzigartig.

Tax Free Shopping

Funktioniert in Japan so, dass man die Umsatzsteuer erst gar nicht abführt im Geschäft. Diese sind gekennzeichnet als Tax Free. Eventuell muss man einen bestimmten Umsatz machen, damit das nach Vorzeigen des Reisepasses möglich ist. Die Umsatzsteuer beträgt nur 7% (Stand 2022).

Internet und Strom

Der Stromanschluss in Japan ist anders zwar als unserer, aber alle Hotels, in denen ich gewesen bin, hatten einen für das Aufladen des Handys einen USB-Anschluss. Damit ist ein Adapter nicht wirklich nötig. WiFi gibt es in Cafes, Hotels, JR Zügen und Stationen. Wer dennoch etwas mobiler sein möchte, dem empfehle ich eine eSIM für Daten. Ich habe auf einer Seite, die verlinkt ist, einen Vergleich gemacht, und die eSIM installiert. Das hat auch relativ gut funktioniert, lediglich die Aktivierung der eSIM über den Anbieter Nomad war nicht in der Anleitung beschrieben. Das Gute daran, die eSIM ist auch in anderen Ländern gültig, wenn man nach regionalen Paketen filtert.

Erziehung

Im Allgemeinen ist es so, dass Japaner mehr Wert auf das Wir legen als auf das Ich. In den westlichen Ländern ist das Gegenteil der Fall. Daher hat auch jeder Respekt vor dem anderen. Und Respekt wird im Verkehr, durch Stille, und durch Qualität gezeigt. Die Stille geht so weit, dass man dem Nachbarn im Aufzug nicht einmal grüßt. Daher sind Telefone auch auf lautlos gestellt in der Metro. Damit Nicht-Raucher und Kinder nicht gestört werden, wird auf offener Straße nicht geraucht. An der Straßenseite gibt es dann extra Kabinen für Raucher. Kinder erhalten Anstandsunterricht vor der Schule. Ich habe viele Kindergartenklassen gesehen, die bringen die Kinder auf die Straße und zeigen, worauf man im Verkehr achten muss.

Ordnung muss sein

Eine japanische Freundin meinte, sie liebe Istanbul. Das kann ich bei dem Chaos kaum glauben, aber sie meinte, in Japan sei alles horizontal und vertikal. Sie bräuchte als Abwechslung mal Chaos. Und das ist wirklich so. Es gibt sogar Autos, die rechteckig sind. Alles in Japan ist geordnet und strukturiert. Ein Land der Ingenieure. Ein Traum für alle strukturliebende Menschen. Aber diese Systemverliebtheit führt natürlich auch zu Problemen. Man kommt da nicht heraus. Wenn man außerhalb der Menükarte etwas bestellen möchte, geht das nicht. Auch wenn es einfache Spaghetti in einem Nudelhaus ist.

Arbeitsdisziplin

Die Arbeitsdisziplin wird manchmal übertrieben, aber wenn etwas kaputt ist, hat jemand seine Aufgabe nicht korrekt erledigt. In Tokio habe ich nichts gesehen, das nicht funktioniert. Keine kaputte Birne, kein kaputter Schalter… da ist nichts kaputt. Nicht einmal Mauersteine oder ähnliches. Teil der Ehre ist es, einen Arbeitsplatz zu haben. Unternehmen entlassen Angestellte äußerst selten. Sogar während Corona haben Manager auf ihr Gehalt verzichtet, damit Angestellte nicht entlassen werden mussten. Daher endet der Verlust des Arbeitsplatzes meist mit Alkoholismus oder Suizid.

Toiletten

Apropos Toiletten. Die besten Toiletten der Welt. Sie sind beheizt, für die Reinigung kommt warmes Wasser, zum Trocknen ein Fön. Und wer Privatsphäre braucht, der kann Töne einschalten. Herrlich.

Welche Städte sollte man gesehen haben

Ein kurzer Anriss über die Städte, und worin sie sich unterscheiden.

  • Tokio ist die Hauptstadt und auch wirtschaftlich führend.
  • Kyoto ist voller Traditionen. Hier findet man viele Tempel, Kalligraphen, Kendokämpfer, Künstler, Geishas etc.
  • Nagano ist eine kleinere Stadt, bietet daher mit viel Grünem im Umland. Hier kann man Ski fahren und Schneeaffen besuchen im Park, 1998 fanden hier die Olympischen Winterspiele statt. Man findet noch Artefakte davon, und hat so das Gefühl, dass seit dem auch nicht wirklich investiert wurde. Es scheint wie eine Zeitreise. Dennoch bietet das Zentrum ziemlich viele Restaraunts.
  • Osaka ist relativ anders als die restlichen japanischen Städte, die ich bisher besucht habe. Es ist ziemlich europäisch. Viele Radfahrer sind unterwegs, Menschen sind etwas chaotisch unterwegs. Man findet jedoch überall Streetfood, Clubs und Bars. Die Japaner hier sind nicht so restriktiv und auch reserviert wie die Tokioter. Sie sind etwas offener, aber rauchen beispielsweise auf offener Straße.
  • Hiroshima ist allen bekannt, da hier die erste Atombombe am 06.08.1945 von den Amerikanern geworfen wurde. Jedes japanische Schulkind kommt zu einer Exkursion an diesen Ort, um diese Tat nicht zu vergessen. Es wird tief in der Kultur verankert, da hier seit dem 200.000 Menschen getötet wurden.


Singapur

Singapur ist das Dubai im Fernen Osten. Fast 6 Millionen Einwohner hat der Stadtstaat. Darunter sind sehr viele Chinesen und Ausländer, die hier arbeiten. Singapur ist ein Finanzzentrum und Handelsknoten und ist damit ein Staat, der eine gute Finanzbasis aufweist. Das BIP beträgt über 70.000 Dollar pro Person. Singapur hat einige Vorschriften, auf die man achten sollte. Beispielsweise darf man keine Zigarettenstangen einführen, das Rauchen ist stark eingeschränkt und Kaugummis kauen ist nicht erlaubt. Mit Englisch kommt man sehr weit. Außer älteren Menschen in Chinatown kann man sich hier problemlos in englischer Sprache verständigen. Obacht: es herrscht Linksverkehr.

Architektur

In Singapur hat man finanzielle Möglichkeiten, Dinge umzusetzen, die es sonst auf der Welt kaum gibt. Wenn Sie Gebäuden anschauen, werden Sie feststellen, dass es viele Gebäuden gibt, die in ihrer Architektur die Natur berücksichtigen. So gibt es Gebäuden, die den Luftstrom berücksichtigen und deswegen Etagen aufweisen, die einfach leer sind. So kommt die frische Wind auch hinter das Gebäude. Des Weiteren gibt es Hochhäuser, die mit grünen Pflanzen bedeckt sind. Das hält das Gebäse kühl. Insgesamt wurde durch diese Maßnahmen die Temperatur in der Stadt um einige wenige Grad runtergekühlt.

Klima

Das Klima ist nicht ganz so angenehm, es ist tropisch. Als ich angekommen bin, hat es extrem geregnet. Eine Stunde später war der Regen weg, und die Sonne schien. Im Schnitt hat man das ganze Jahr konstante 30°C. Außer im Februar regnet es auch konstant oft. Fast 20 Tage im Monat. Der Regen gehört also zum Alltag. Entsprechend sollte man sich dünne Regenkleidung mitbringen, trotz der Hitze.

Anreise

Ich bin aus Vietnam per Flieger angereist und bin dann mit der Metro East West Line in die Stadt gefahren. Ich finde die Benamsungen wirklich einfach. Die Haltestellen haben alle eine Nummer entsprechend der Linie. Statt sich den Namen “Pasir Ris” auf der East West Line zu merken, merkt man sich einfach EW12. Ähnlich wie Dubai ist auch Singaput weitläufiger als man gemäß Karte erahnt. Daher lohnt es sich, mit der Metro zu fahren. Der Flughafen selbst ist eines der schönsten der Welt. Bei Abflug sollte man daher etwas früher anreisen, um ihn zu sehen.

Marina Bay

Die Marina Bay ist natürlich die Hauptattraktion in Singapur. Das bekannteste Gebäude dort ist das Marina Bay Hotel. Daneben findet man die Oper, ein Einkaufszentrum und viele viele Restaurants. Von hier hat man einen tollen Blick auf die Skyscraper der Finanzstadt. Auch die Skulptur des wasserspeienden Löwen ist hier. Eine komplette Umrundung ist auf der Promenade möglich und empfehlenswert. Abends hat mir am meisten Clarke Quay gefallen. Das ist am Wasser und komplett besetzt mit Bars und Cafes. Man kann auch ein Getränk kaufen/mitbringen und am Wasser sitzen. Live Musik aus den Bars runden das Ganze ab und machen den Abend sehr angenehm.

Zu bestimmten Uhrzeiten am Abend finden in den Gardens By the Bay Musikeinlagen statt. Dazu werden die künstlichen Bäume im riesigen Garten beleuchtet und bieten ein Spektakel, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Altes Singapur

Mir hat das Viertel um den Masjid Sultan gefallen. Hier findet man einen Hauch von Orient, und wie beispielsweise auch in der Straße Telok Ayer, kleine buntbemalte Reihenhäuser, die, ähnlich wie in Dubai, zeigen, wie Singapur ursprünglich ausgesehen hat.

Chinatown

Hier scheint alles zusammenzulaufen. Abends sind hier noch Läden und Wechselstuben offen. Viele Chinesen, vor allem ältere, halten sich meistens hier auf. Denn hier finden sie China in Singapur. Man spricht hauptsächlich chinesisch, es gibt chinesiche Restaurants und chinesiche Festlichkeiten finden hier statt.


Arabische Emirate

Meine Reise nach Indien erfolgte mit 3-tägigen Stopovers in den Arabischen Emirate. Beim Hinflug besuchte ich Abu Dhabi, beim Rückflug besuchte ich Dubai.

Abu Dhabi

Überraschenderweise hat Abu Dhabi ein eher kleineres Stadtzentrum, das fußläufig ist. Tagsüber während meines Aufenthaltes im Dezember waren es knapp unter 30° C. Bei angenehmen Temperaturen kann man noch abends im T-Shirt spazieren. Beispielsweise am Strand, hier kann man Kilometer lang am Meer entlang laufen.

Volksgruppen

Das arbeitende Volk in den Arabischen Emirate stammt hauptsächlich aus den Ländern Indien und Pakistan. Es gibt sehr viele Asiaten aus Malaysia, Indonesien und Philippinen. Vereinzelt sieht man Europäer. Die bevölkerungsstärkste Gruppe sind aber Pakistanis und Inder. Diese arbeiten hauptsächlich auf dem Bau oder als Taxifahrer. Dieses „Fußvolk“ nutzt öffentliche Verkehrsmittel, während wohlhabende Einheimische in klimatisierten Autos unterwegs sind.

Verkehrsmittel

Wer mit den Öffentlichen vom Flughafen in die Stadt möchte, muss sich zunächst eine Karte kaufen und am besten auch gleich aufladen. Die Aufladegeräte gibt es leider nicht so oft, daher sollte man sich hier schon bei Ankunft Gedanken machen, welche Verkehrsmittel man wie oft nutzen möchte. Die Fahrt zum Flughafen kostet 5 Dirham und dauert eine Stunde mit der Linie A1. Im Stadtzentrum gibt es alle 300m eine Haltestelle. Taxis sind hier recht günstig. In der Nacht gibt es jedoch eine Mindestgebühr von 10 Dirham. Die Fahrt zu den Yas-Inseln (Ferrari-World/AbuDhabi-Mall) beispielsweise kostet 50-60 Dirham.

Trennung nach Geschlechtern

Auch ich als praktizierender Moslem bin es nicht gewohnt, dass Frauen einen eigenen Eingang und den vorderen Teil in den Verkehrmitteln für sich haben. Ich wusste das nicht, Aber ich wurde wie Rosa Parks von den Frauen darauf aufmerksam gemacht und nach hinten beordert.

Ferrari-World

Empfehlen kann ich den Besuch des Ferrari-World. Natürlich steht hier das Auto im Vordergrund, aber auch nicht Technik begeisterte werden hier Gefallen finden. Es gibt unter anderem drei Achterbahnen, unterschiedliche Simulatoren, Restaurants und eine Kartbahn. Am meisten hat mir jedoch der Simulator gefallen, mit dem man über Italien fliegt. Man fährt teilweise hinter einem Ferrari her, steigt auf Berge und wird mit leichtem Wasser bespritzt, wenn man über Seen fliegt. Hier kann man sich locker einen halben Tag aufhalten. Im Anschluss kann man shoppen und essen im anliegenden Mall.

Zayed Moschee

Hauptattraktion in Abu Dhabi ist die Zayed Mosque. Sie ist in der Nähe des Flughafens und liegt knapp eine Stunde mit dem Bus entfernt. Man kann hier Führungen mitmachen. Insgesamt bietet die Moschee jedoch eine herrliche Atmosphäre durch die vielen Säulen und Brunnen. Die Architektur ist einzigartig mit den Kuppeln und auch die Inneneinrichtung ist sehenswürdig.

Nationalfeiertag am 02. Dezember

Zu meinem Glück fiel mein Besuch auf den Nationaltag der Vereinigten Arabischen Emirate. Tagsüber gab es eine Flugshow und abends dann Korso um den Strand. Kinder sprühten mit Faschingsspray auf zufällige Passanten und fahrende Autos (auch AMGs) und deren Passagiere, die die Türen nicht verriegelt hatten. Man stellt fest, dass einige Länder ihren Nationaltag feiern(!) und nicht wie einige Länder schon fast betrauern.

Dubai

Wenn man Dubai mit einem Adjektiv beschreiben müsste, so wäre das herausragend. Die Stadt hat sich zum Ziel gemacht, superlativ zu sein. Viele Rekorde haben hier ihre Heimat.

Burj Khalifa

Das Wahrzeichen der Stadt ist natürlich das Burj Khalifa, das höchste Gebäude der Welt mit 828m. Es bietet zwei Aussichtsplattformen zu denen man in Rekordgeschwindigkeit mit dem Aufzug gebracht wird. Das Ticket zum Sonnenuntergang ist zwar teurer, aber den Aufpreis wert.

Ab 18 Uhr finden im Brunnen vor dem Burj Khalifa Wasserspiele statt. Diese wiederholen sich alle 30 Minuten zu einem anderen Song und bietet ein gigantisches Schauspiel. Um sich eine Idee davon zu machen, empfehle ich bei Videoplattformen nach „Michael Jackson Dubai Fountain“ zu suchen. Im Anschluss daran finden Lichtspiele statt. Der über 800m lange Wolkenkratzer leuchtet dann mit unterschiedlichsten Mustern dank der 120.000 LEDs. Wer sich dann das größte Einkaufshaus der Welt anschauen möchte, steht dann direkt davor.

Attraktionen

Etwas außerhalb, aber mit einer der beiden Metro-Linien erreichbar, kann man sich die Palm Jumeirah anschauen. Auf dem Weg dahin kommt man noch an vielen Hochhäusern vorbei. Dann wird man mit einer Bahn zur Spritze der künstlichen Insel gebracht. Im Atlantis gibt es nur einen kleinen öffentlichen Bereich, aber dabei kann man schon erahnen, wie luxuriös das Hotel ist. Ansonsten kann man draußen am äußersten Ring an der Promenade spazieren gehen oder per Taxi oder per Hop-On/Off die Insel erkunden.

Nicht weit von der Palm ist das Burj-Al-Arab, das man ab der Metro-Endstation per Bus erreicht. Leider kann man das Gelände nicht betreten, es sei denn, man hat eine Reservierung fürs Hotel oder fürs Restaurant. Gute Sicht darauf hat man vom öffentlichen Strand nebenan. Hier kann man einige Meter ins Wasser laufen und dabei den Sonnenuntergang hinter dem einzigen Hotel mit 7 Sternen genießen.

Altes Stadtzentrum

Wer mehr als nur Moderne sehen möchte, schaut sich die Souks im alten Stadtteil und den Hafen an. Getrennt werden diese durch das Creek, das man per Holzboot in wenigen Minuten für 1 Dirham überqueren kann. Der Hafen und das alte Stadtzentrum bietet ein orientalisches Feeling, das man im restlichen Dubai leider nicht spürt. Eine Rundfahrt mit dem Boot kostet dann wieder 120 Dirham. Das ist so ziemlich der Preis für jede Sehenswürdigkeit.

Verkehrsmittel

In Dubai kann man sich eine nol-Karte für den öffentlichen Nahverkehr kaufen und aufladen. Aufladegeräte sind hier einfacher zu finden, und ergibt bereits ab wenigen Fahrten Sinn. Man muss diese beim Einsteigen und Aussteigen an den Kartenleser halten, denn so wird die Höhe die Fahrt ermittelt. Sie muss jedoch mit mindestens 7 Dirham aufgeladen sein, auch wenn eine Strecke gewählt wird, die weniger kostet. Vorsicht bei den Terminals am Flughafen. T2 ist ca. 5 km von T1 und T3 entfernt und mit dem öffentlichen Bus ab T1 in 20 mins erreichbar. Einen Fußweg gibt es nicht.


Russland

Visum

Russland hatte ich bereits seit einigen Jahren auf der Liste. Hat sich jedoch immer irgendwie nie ergeben. Dieses Jahr habe ich mich fest dazu entschlossen und sehr früh Flugtickets gebucht. Wenige Tage vor dem Abflug wurde ich auf das Thema Visum aufmerksam gemacht. Ich neige dazu, das Visum zu vernachlässigen, da man das sonst eher selten benötigt. Das Verfahren ist relativ komplex. Mit einem Antrag ist es leider nicht getan. Man muss den Flug gebucht und das Hotel reserviert haben. Dazu muss man eine Auslandskrankenversicherung vorlegen, ehe man ein Visum beantragt. Online muss man dann einen Antrag mit allen Details ausfüllen. Zusätzlich dazu muss man sich einen Voucher von Seiten eines Reisebüros einholen. All das kostet dann über 100 Dollar. Da hatte ich schon ehrlich gesagt bereut, dass ich die Flüge nach Russland bereits gebucht hatte, aber im Nachhinein hat sich der Aufwand gelohnt.

Klima

Das Zeitfenster für Moskau und Sankt Petersburg ist extrem kurz, da das doch insgesamt sehr kalt werden kann. Sogar die Sommer sind eher mild. So kam es dann auch, dass ich mich mitten im August erkältet habe. Am Morgen und am Abend benötigt man etwas Langärmiges. Tagsüber ist es warm, aber auf Grund des leichten Windes, der kühl ist, ist man ständig im Wechselbad zwischen warm und kalt.

Anreise

Meine Reise nach Russland begann mit einem Gewitter über Istanbul. Wir mussten knapp 1 Stunde im Flieger warten, bis der Regen und der Sturm sich etwas gelegt hatten. Über der Stadt war der Regen so heftig, dass viele Straßen und Geschäfte komplett unter Wasser standen.

Vom Flughafen LED in Sankt Petersburg muss man mit einem stark frequentierten Bus bis zur Metro fahren. Das dauert knapp 30 Minuten.

Von Sankt Petersburg ins 700 km entfernte Moskau kommt man mit dem Hochgeschwindigkeitszug namens Sapsan. Das ist baugleich mit dem ICE. Die Fahrt ist sehr bequem, dauert knapp 4 Stunden und kostete mich 60€. Das Ticket sollte man sich vorab im Internet holen.

In Moskau sollte man sich eine Troika-Karte für die Metro kaufen. Kostet 100 Rubel (1.50€) Pfand, jede Fahrt kostet dann nur noch 38 Rubel (60 Cent). Ein Umsteigen ist kostenlos. Zum Flughafen VKO kommt man am besten mit dem Taxi (Uber, Yandex, Taxi) und kostet zwischen 800 und 1200 Rubel (10 bis 18€).

Sankt Petersburg

Sankt Petersburg, bekannt mit seinen so genannten Weißen Nächten, ist die Perle Russlands. Weiße Nächte sind Nächte, an denen die Sonne gar nicht bis kaum untergeht. Die Nacht ist dann heller als sonst. Natürlich ist das ein Spektakel, doch sollte man sich den Aufenthalt um Juni herum gut überlegen, da man unter Umständen keinen Schlaf findet wegen der Helligkeit.

Die Stadt verzückt durch Prachtbauten und ist dennoch modern. Es ist nicht überlaufen von Touristen und ist mit 5 mio. Einwohnern auch nicht so groß wie Moskau. Ich war in beiden Städten von der Einwohnerzahl überrascht, da beide nicht überfüllt, bzw. dicht besiedelt erscheinen.

Um ehrlich zu sein, etwas hat mir in Sankt Petersburg gefehlt. Es ist wirklich schick anzusehen und es gibt etliche kulturelle Möglichkeiten, das Land kennenzulernen, aber die Stadt hat mich nicht umgehauen. Vielleicht war meine Erwartungshaltung zu hoch, weil jeder davon schwärmt.

Dennoch ist Sankt Petersburg einen Besuch wert. 4 Tage mit An- und Abreise scheinen mir als genug. Die Ermitage ist natürlich ein Muss. Das Museum ist extrem groß und eher komplex, so dass ein Im-Kreis-Laufen nicht so ohne weiteres möglich ist. Das Zentrum ist auch interessant. Bootstouren kann man überall buchen und sind sicherlich eine Möglichkeit, die zweitgrößte Stadt Russlands zu erkundigen. Abends lädt sie zu einem entspannten Spaziergang an den etlichen Flüssen und Kanälen ein.

Moskau

Im Gegensatz zu Sankt Petersburg hatte ich von Moskau überhaupt keine Vorstellungen gemacht. Vielleicht hat mir die Stadt deswegen so gefallen. Auf jeden Fall habe ich dort das gefunden, was mir zuvor in Sankt Petersburg gefehlt hatte. Allein die Zahl der Metro-Fahrer in Moskau hat mich in Staunen versetzt. Knapp 2.5 Miliarden Menschen nutzen diese pro Jahr. Wie in Sankt Petersburg gibt es auch in Moskau etliche gute Straßenmusiker. Ich finde die Atmosphäre toll, wenn Straßenmusiker relaxte Musik spielen.

Moskau ist mit 12 mio. Einwohnern die Hauptstadt Russlands. Etliche schöne Bauten verzieren vor allem die Innenstadt. Wenn man 10 km raus fährt, sieht man die bekannten Plattenbauten. Es ist immer erstaunlich, welchen Wandel ein Land machen kann. Dieses Phänomen haben wir auch in der Türkei. Alte Häuser sind der Schönheit kaum zu überbieten, während die aktuellen Häuser schon beim Ansehen auseinanderfallen.

Moskau würde ich mit 5 Tagen einplanen. Das Zentrum ist ziemlich groß. Man kann im Garden Ring im Halbkreis um die Stadt laufen. Die Stimmung ist hier ab dem Spätnachmittag am besten. Am Abend werden die Bäume noch beleuchtet, so dass man den Ring auch abends noch ablaufen kann. Der Gorki-Park und der dahinter liegende Wald hat mir am meisten gefallen. Auch hier würde ich den späten Nachmittag empfehlen.

Kulturelles

Russland hat einen sehr guten Ruf, was das Schauspiel angeht. Es hat sehr viele Schreiber und Musiker hervorgebracht. Leider sind uns aus Schulzeiten nur wenige bekannt. Man sollte die Gelegenheit nutzen, und sich ein Ballett oder Theaterspiel anzusehen. Das bekannteste Balletthaus ist das Bolshoi Theater. Tickets sollte man sich zuvor besorgen, da viele Stücke schnell ausverkauft sind. Man sollte zunächst jedoch einen Preisvergleich machen. Ich hatte für dieselbe Reihe Tickets zwischen 50€ und 120€ gesehen, und das günstige unter http://www.ticketland.ru gebucht. Einen Dresscode scheint es nicht zu geben, aber sollte man sich dafür doch etwas Schickeres mit einpacken vor der Reise.

Gastronomie

Ich war etwas überrascht, dass es relativ wenige Cafes gibt, die Sitzplätze im Freien anbieten. In Moskau sitzt man daher meist drinnen. Das liegt vermutlich daran, dass der Sommer so kurz ist. In Sankt Petersburg sind viele Cafes sogar parterre. Bedienungen sind öfter mal auch nicht wirklich freundlich/höflich. Als ich eine freundlichst um das WiFi-Passwort gefragt hatte, bekam ich nur ein mürrisches No! als Antwort. Und auch sonst wird man nicht wirklich freundlich bedient.

Geldwechsel

Es gibt Wechselstuben, in Moskau häufiger zu finden, als in Sankt Petersburg. Diese sind an dem leuchtenden Dollar-/Euro-Zeichen erkennbar, aber hinter mehreren Türen gut versteckt. Den angezeigten Kurs bekommt man nicht. Während draußen 73 Rubel angezeigt werden, erhält man lediglich 70 Rubel pro Euro. Am Flughafen werden 300 Rubel per se einbehalten. Vielleicht lohnt sich da eher der Wechsel einer geringen Menge bereits daheim. Alternativ kann man auch beispielsweise bei der sberbank wechseln.


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Bangkok

Meine zweite Station nach Hanoi (Vietnam) war Bangkok in Thailand. Eine Metropole mit über 8 mio. Einwohnern und allen möglichen Volksgruppen. Ein bisschen erinnerte mich Bangkok mit seinem Verkehrsproblem an Istanbul. Man kann den Skytrain oder per Schnellboot in den Kanälen von A nach B kommen. Dennoch sollte man seinen Tagesablauf hier etwas genauer planen, da die Sehenswürdigkeiten weit voneinander entfernt liegen, und man dort kaum Metro-Anbindung hat. Ich hatte in einem Blog vorab gelesen, dass man quer durch die Stadt fahren kann, und das nicht einmal 200 Baht kosten sollte. Touristen kommen dafür nicht mal ein paar Kilometer weit 🙂

Hektik der Stadt

Folgendes ist innerhalb von zehn Metern passiert. Ein Passant stößt eine Fliese kaputt, eine Kakerlake läuft mir entgegen. Dann stößt mir jemand versehentlich seinen Ellbogen in meine Rippen, worauf ich gegen den Allerwertesten einer Frau stoße. Es gibt leider viele Baustellen und enge Wege, die überlaufen sind.

Lumphini-Park

Was mir am meisten in Bangkok gefallen hat, war der Lumphini-Park. Als Konstrast zu hektischen Stadt hat man dort Ruhe und kann den See bei Sonnenuntergang genießen. Viele nutzen den park, um joggen zu gehen. Als ich vor Ort gewesen bin, hat einer Beatbox gemacht und die Leute zu Aerobic animiert. Ich schätze, das waren um die 100, die dann mitgemacht haben. Die Steps schienen bekannt, daher gehe ich davon aus, dass das regelmäßig stattfindet. Abends um 18 Uhr ertönt aus den Lautsprechern die Nationalhymne, während dessen die Menschen dann stehen bleiben.

Shopping

Wer shoppen möchte, kommt hier auf seine Kosten. Für jede Einkommensgruppe gibt es hier alles nur erdenkliche zum kaufen. Dienstleistungen eingenommen. Der Standverkäufer fragt erst, ob man Gemüse möchte, danach, ob man Sex möchte. Wenn man durch die Straßen schlendert, passiert man auch Massagesalongs. Liegende Touristen, denen die Füße massiert werden. Vor diesen Läden sitzen 10-15 Frauen und rufen Massage, Massage 🙂 Wer andere Dienstleistungen in Anspruch nehmen möchte, wird hier auch sehr einfach fündig. Die “Damen” sehen weiblicher aus als echte Frauen und haben meist eine tiefere Stimme als Männer 🙂

Riesige Shopping-Malls bieten auch teure Marken. Es gibt auch eine Mall, die Imitate für einen niedrigen preis anbieten. Auf den Straßen kann man auch China-Müll kaufen. Es gibt Produkte, auf die sollte es eine Müllsteuer geben. Die Welt wird mit Plastikzeugs zugemüllt, hauptsache man produziert etwas.

Bangkok ist auch nicht so günstig, wie man immer wieder hört. Eine Mahlzeit kostet schon ca. 10-15 Euro. Wer jedoch einen Anzug kaufen schneidern lassen möchte, der kommt sicher günstiger herum, als wenn er dies in Deutschland tut.

Straßenessen

Um Straßenessen kommt man in Bangkok nicht herum. Das sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Frisches Obst oder Ggrilltes wird überall angeboten. Bei 35°C ist eine kühle Scheibe Wassermelone oder Mango sehr erfrischend. Man sollte die Hitze nicht unterschätzen und viel trinken. Das Essen liegt dann teils auf dem Boden, das lockt natürlich Ratten an. Ich habe so einige gesehen, daher sollte man möglichst drauf achten, dass das Essen im Kühlschrank ist, oder nicht tiefer als Kniehöhe.

Mae Klong

Von Bangkok aus habe ich mit dem Bummelzug eine Tagestour nach Mae Kong und Amphawa gemacht. Die Fahrt nach Mae Klong ist leider nur mit umsteigen möglich. Die Erste Klasse kostet wegen der Klimaanlage 25 Baht, die Zweite Klasse nur 10 Baht. Man sollte die erste Bahn des Tages nehmen, da man sonst den Anschluss nicht bekommt. Ich musste dann mit einem Shuttle fahren, was aber auch nicht schlimm war. In Mae Klong erwartet einen dann der bekannte Railway Market. Ein Markt, der Platz machen muss, wenn der Zug einfährt.

Amphawa

Von Mae Klong kommt man mit einem Shuttle nach Amphawa in ca. 15 Minuten. Ehrlich gesagt, war ich etwas enttäuscht. Es gab einen Markt, aber nicht auf dem Fluss. Ich hatte mich vorab informiert und hatte den Besuch auf das Wochenende gelegt. Dennoch kann man hier ca. 2 Stunden verbringen. Um den Fluß herum gibt es vieles, das man probieren kann und auch im Dorfzentrum gibt es Stände, die allerlei zum Essen anbieten.

Von Amphawa fahren Mini-Busse für 200 Baht zurück nach Bangkok. Die Hinfahrt war schon rumpelig mit dem Zug, aber die Rückfahrt war nicht zu toppen. Die Straßen sind in einem ziemlich schlechten Zustand, das geht schon extrem in den Rücken, wenn man bei jeder Brücke teils aus dem Sitz geschleudert wird. Gedauert hat die Fahrt bis zur ersten Metro-Station “Bang Wa” knapp 2 Stunden.


Boot in Trang An

Hanoi

Nach Japan/Südkorea im Jahr 2018 war das meine zweite Reise nach Fernostasien. Ich hatte beschlossen, lediglich die Großstädte in einigen wenigen Ländern zu besuchen. Dafür hatte ich genau 2 Wochen vorgesehen. Nachdem ich dann Singapur, Bangkok und Kuala Lumpur gebucht hatte, habe ich gemerkt, dass ich relativ viel Zeit an diesen Orten verbringe, daher habe ich die Buchung dann etwas angepasst und Hanoi noch hinzugefügt. Im Nachinein war das auch die richtige Entscheidung.

Allein in Vietnam kann man jedoch mehrere Wochen verbringen. Das Land hat sehr viel zu bieten. Selbiges gilt für Thailand. Südostasien bzw. Asien insgesamt gefällt mir sehr gut und kann ich als Reiseziel daher empfehlen. Asiaten sind ein sehr freundliches Volk. Immer hilfsbereit und sehr nett.

In erster Linie verbinden die meisten Vietnam mit dem Vietnam-Krieg. In den 70ern haben die USA mit einem scheinheiligen Grund das Land jahrelang bombardiert. Auch auf Grund der Entfernung ist Vietnam als Reiseziel ein Exot. Beispielsweise steht in Hanoi kein Eiffelturm oder sonstige herausragenden Sehehswürdigkeiten, aber dennoch hat dieses Land wegen den freundlichen menschen und der wunderschönen Natur viel zu bieten.

Das Leben auf der Straße

Ich kenne das von meiner eigenen Kultur, aber in Vietnam leben die Menschen tatsächlich auf der Straße. Ich bin durch Gassen gelaufen, fernab von Touristen. Die Einheimischen bringen ihren Gasgrill und ihr Geschirr vor die Tür und kochen dort. Gegessen wird dann mit der gesamten Familie. Ich hatte das Gefühl, man könne sich vor jedem Haus hinsetzen und Essen bestellen. Man kann in die Häuser reinschauen. Genau wie die Menschen, sind auch die Behausungen eher einfach gehalten. Meistens sind das ein Zimmer breite, und 2 Stockwerke hohe kleine Häuser. Der Eingang besteht aus einem großen Zimmer mit allen Kochsachen, einer Couch und einem Fernseher. Ich vermute, dass hinten das WC und oben das Schlafzimmer ist.

Mopeds

Die Altstadt von Hanoi bietet so viele Straßen und Gassen, dass man hier Tage lang laufen kann. Angrenzend zur Altstadt ist der See und das Französiche Viertel. In einem Blog hatte ich vorab gelesen, dass Gehwege nur für Stühle und Mopeds gemacht sind. Und tatsächlich, auf den Gehwegen sind lauter geparkte Mopeds oder kleine Plastikstühle für Besucher. Als Fußgänger muss also auf die Straße ausweichen, auf dem gefühlt Millionen von Mopeds sich wimmeln. Am besten kommt man durch den Verkehr, wenn man sich eine Lücke sucht und wichtig – den Blickkontakt zu den Mopedfahrern vermeidet. Dadurch vermeidet man Missverständnisse. Bei einem Moped konnte ich den Fahrer nicht mehr erkennen, ganze 5 Personen waren drauf 🙂

Ninh Binh / Trang An

Eine Aussicht auf die gigantische Berglandschaft erhält man bereits im Flieger. Als wir die Berge überflogen haben, war ich trotz 10 Stunden Flug voller Vorfreude. Ninh Binh liegt knapp 2 Stunden südlich von Hanoi entfernt. Am besten zu erreichen mit dem Zug oder per Reisebus. Dort angekommen ist eine Bootsfahrt ein Muss. Ich habe Tour2 gewählt. Mit kleinen Booten erhält man zwischen Kalkfelsen und Grotten einen tollen Eindruck. Diese Bootsfahrt war so das beste dieser Südostasien-Reise. Während dessen habe ich auch beschlossen, erneut in den Vietnam reisen und mehr vom Land sehen zu wollen.

Während der Bootstour wurde ich von vielen aus den anderen Booten gegrüßt. Bei Stopps haben einige sofort das Gespräch gesucht und gemeinsame Fotos gemacht. Wir haben mit einem anderen Boot um die Wette gepaddelt. Ich war ehrlich gesagt sprachlos und glücklich, weil ich mich mich sehr wohl gefühlt habe inmitten von Unbekannten.

Hotel

Ich habe erst am dritten Tag bemerkt, dass ich meine Kreditkarte verlegt habe. Vermutlich habe ich die Karte bei der ersten Nutzung direkt am Flughafen in Hanoi verloren. Das habe ich der Hotel-Rezeption mitgeteilt. Die haben dann sofort am Flughafen und in der Bank angerufen. Daraufhin habe ich die Karte in Deutschland gesperrt. Am darauffolgenden Tag wusste das gesamte Personal bescheid. Ich wurde darauf angesprochen, ob ich die Karte wieder gefunden hätte und ob sie jemand benutzt hätte, und wie ich denn ohne Kreditkarte auskommen würde, und ob sie mir helfen können.

Das mittelgroße Hotel kann ich wirklich sehr empfehlen. Das Personal ist äußerst freundlich und hatte mich mit Saft und Obst empfangen, was nach dem langen Flug sehr gut getan hat. Für den Ausflug nach Ninh Binh haben sie mir bei der Planung geholfen und bei Reiseanbietern angerufen und mir ein Busticket besorgt. Es war wie eine VIP Betreuung, die ich so bisher noch nirgendwo hatte.

Hinweise

  • Taxifahrer am Flughafen wollten in die Stadt knapp 35 Euro, obwohl im Internet von knapp 20 Euro die Rede war.
  • Gilt auch bei Minibussen. Der Preis hängt vom Handlungsgeschick des Fahrgasts ab. Preise zwischen 3 und mehr als 10 Euro sind möglich.
  • Mit der Linie 7 kommt man in die Nähe der Altstadt. Gekostet hat das 8000 Diong und hat etwa eine Stunde gedauert. Ich hatte zwar eine andere Route und Endstation erwartet, aber unterwegs erhält man einen Eindruck über das Land und Leute. Weiter bin ich dann mit einem kleinen Taxi gefahren.
  • Es gibt unterschiedliche Preiskategorien bei den Taxis. Manche verlangen 7000 Diong pro 1000 Meter, manche 5000 Diong, aber pro 500 Meter. Die Preise findet man auf den Scheiben.
  • Bei der 3 stündigen Bootstour sollte man sich die Nummer des Boots merken, weil man später aussteigt und wieder das eigene Boot zwischen all den anderen finden muss. Man sollte sich vorab auch was zu trinken besorgen und eine Hutbedeckung mitbringen, falls die Sonne scheint. Auf dem Boot kann man auch Kleinigkeiten wie Obst oder Studentenfutter essen und den anderen anbieten.
  • Nach der Bootstour kann man mit dem Taxi in das 3 km entfernte Mua Cave fahren. Das dauert 10 Minuten und kostet 50.000 Diong.
  • Im Gegensatz zu Deutschland sind Busse und Bahnen pünktlich. Man sollte daher nicht zu spät erscheinen. Die Minibusse bieten WiFi an.
  • Als beste Zeit für Hanoi und Umgebung wurde mir im Hotel der Oktober genannt.
  • Unter der Woche ist Hanoi nicht ganz so lebendig, daher schlage ich vor, den Besuch auf das Wochenende zu legen.
  • Statt Touren im Internet oder im Hotel sollte man vor Ort in Reiseagenturen einfache Bustickets nach Ninh Binh kaufen. Am besten 1-2 Tage im voraus. Hin und zurück kostet das knapp 10 Euro. Für (unnötige) Touren zahlt man um die 100 Euro.